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Bereichsmenu Portrait Thilo Kehrer

Auf dem Weg zum Stammspieler

Schalkes Nr. 20 Thilo Kehrer jubelt im Europa League Achtelfinale gegen Borussia Mönchengladbach.

Nachwuchstalent Thilo Kehrer spielt sich in Schalkes erste Mannschafft

Thilo Kehrer zählt zu den Nachwuchstalenten im Kader des FC Schalke 04, rückte aber in den vergangenen Wochen aufgrund von Verletzungen einiger Stammspieler in die Startformation. Bereits als 15-jähriger zog er in die Knappenschmiede und gewann vier Jahre später mit Schalkes A-Junioren die Meisterschaft. Dass er in der darauffolgenden Saison nicht den großen Karrieresprung machte, lag an einem umstrittenen Transfervorhaben. Wir stellen Euch seinen bisherigen Werdegang vor.

Vom Schwaben zum Knappen

Seine Karriere begann Thilo bei der TSG Tübingen in Baden-Württemberg. Danach zog es ihn zum SSV Reutlingen 05. Vier Jahre später schaffte er es in das Nachwuchsleistungszentrum des VfB Stuttgart. 2012 folgte schließlich der Wechsel in die Knappenschmiede, dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04.


Kapitän der Schalker Jugendmannschaften

Dort überzeugte er von Beginn an im Trikot der Schalker U17-Junioren. In seiner ersten Saison war Kehrer bereits Leistungsträger und gewann mit seiner Mannschaft als Kapitän die westdeutsche Meisterschaft und den Westfalenpokal. Der Erfolg brach auch in der A-Jugend nicht ab. Als Kapitän der Schalker U19-Junioren führte er sein Team zusammen mit Leroy Sané zum Meistertitel und Westfalenpokalsieg. Dem Fußball-Talent wurde in der Folge eine glorreiche Zukunft vorhergesagt. Dass es manchmal aber schnell anders kommen kann als gedacht, sollte Kehrer am eigenen Leib erfahren.


Der (Alb-)Traum von Mailand

Eine Verkettung unglücklicher Missverständnisse führte dazu, dass sich der Sprung zu den Profis für Kehrer nicht nur verzögerte, sondern seine gesamte Karriere gefährdete. Nach dem Gewinn der U19 Meisterschaft bekundete Inter Mailand reges Interesse an dem spielstarken Innenverteidiger. Kehrer besaß zwar einen gültigen Vertrag bei Schalke, unterschrieb aber gleichzeitig bei Inter Mailand. Da Schalke Thilo Kehrer keine Freigabe erteilte, versuchte er diese zu erzwingen, indem er nicht zur Vorbereitung der Schalker erschien. Bevor es allerdings zu einer Entscheidung vor dem Sportgericht kam, lenkte Kehrer ein und wollte auf Schalke bleiben. Als Hauptverantwortlicher für diese Transfer-Posse wurde Kehrers Berater gesehen. Schalke 04 erteilte dem Berater Hausverbot und Kehrer trennte sich von ihm.


Spätes Happy End         

Kehrer entschuldigte sich bei den Verantwortlichen des Vereins, musste allerdings die Konsequenzen seiner Handlung tragen. Konkret bedeutete dies, dass er nicht bei den Profis in der ersten Bundesliga, sondern bei der Zweitvertretung trainieren musste. Thilo ließ sich aber nicht hängen und überzeugte mit starken Leistungen in der Regionalliga, sodass er bald bei den Profis trainieren durfte. Bis zu seinem ersten Einsatz musste er allerdings noch eine Weile warten. Er arbeitete weiter hart an sich und wartete geduldig auf seine Chance. Diese kam schließlich Ende letzten Jahres: Nastasic und Höwedes standen nicht zur Verfügung und Kehrer kam zu seinem Debüt in der Bundesliga. Seitdem ist er häufiger bei Schalke zum Zug gekommen. In Zeiten der Personalnot ist Kehrer für den FC Schalke 04 auf einmal unverzichtbar geworden.

Das Beispiel von Thilo Kehrer zeigt, dass wichtige Entscheidungen wohl bedacht und Berater sorgfältig ausgesucht werden müssen. Thilo hat seinen Fehler eingesehen und sich vorgenommen, diese Geschichte mit Leistung wieder auszubügeln. Inzwischen ist er enorm wichtig für Schalkes Abwehr und auch in den Jugendmannschaften der Nationalmannschaft steht er seit der U16 regelmäßig im Kader.


Quelle: Gokixx