Navigation und Service

Bereichsmenu Portrait Matthias Ginter

Torgefährlicher Defensivmann

Matthias Ginter jubelt nach seinem Tor zum 3:3 im Bundesligaspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Mönchengladbach, März 2018.

Gladbachs Führungsspieler Matthias Ginter im Portrait

Bei Borussia Mönchengladbach zählt Matthias Ginter inzwischen zu den Führungsspielern sowohl auf als auch neben dem Platz. In der Liga ist er derzeit, zusammen mit dem Schalker Naldo, der torgefährlichste Verteidiger. Aber auch abseits des Platzes macht er mit seiner neuen Stiftung auf sich aufmerksam. Wir stellten Euch den 24 Jahre alten Weltmeister vor.

Vom SC March in die Nationalmannschaft

Matthias Ginter wird am 19. Januar 1994 in Freiburg geboren. Bereits mit vier Jahren steht er für den SC March auf dem Platz. Nach sieben Jahren wechselt Matthias in die Jugend des SC Freiburg, wo er sämtliche U-Mannschaften durchläuft, bis er 2012 schließlich in den Profi-Kader berufen wird. In seinem Debüt-Spiel erzielt er das Siegtor gegen den FC Augsburg. Matthias kommt weitere zwölf Mal zum Einsatz und entwickelt sich zum Stammspieler in der Innenverteidigung des SCF. Anfang 2014 beruft ihn Joachim Löw erstmals in die A-Nationalmannschaft. Es ist das Jahr in dem Deutschland Weltmeister wird und Matthias ist bei diesem Triumph dabei.


Als Weltmeister nach Dortmund

Nur drei Tage nach dem größten Titelgewinn seiner Karriere wechselt der damals 20 Jahre alte Defensivspieler zum BVB. Ganze zehn Millionen Euro erhält der Sport-Club aus Freiburg für sein Verteidiger-Talent. Unter Jürgen Klopp spielt er regelmäßig und auch in der Nationalmannschaft ist er ein wichtiger Teil des Teams. Da Matthias defensiv sehr variabel ist, wird er auch im defensiven Mittelfeld sowie als Rechtsverteidiger eingesetzt. Sogar auf dem rechten Flügel machte er zwei Spiele. Dass der junge Dortmunder auch Offensive kann, beweist er in der Saison 2015/2016. Drei Tore und ganze sieben Vorlagen steuert er zum zweiten Platz in der Liga bei. Eine beeindruckende Zahl für einen Spieler, der normalerweise Tore verhindern soll.


Der Wechsel nach Gladbach

Im Sommer 2017 macht Matthias seinen nächsten Karriereschritt: Der Wechsel von der einen zur anderen Borussia ist dabei kein Rückschritt, sondern für ihn ein Schritt in Richtung Konstanz:

"In Gladbach erhoffe ich mir Konstanz auf der Position und will auch Verantwortung tragen." (Matthias Ginter, Borussia M’gladbach)

Damit spielt er auf seine Vielseitigkeit an, die ihm in Medienkreisen immer den Titel des Ersatzspielers eingebrachte. In Dortmund konnte Matthias immer einspringen, wenn er auf einer anderen Position gebraucht wurde. Zusammen mit dem Abwehr-Hünen Jannik Vestergaard wollte er in Gladbachs Innenverteidigung dauerhaft zum wichtigen Faktor werden.


Entwicklung zum Leistungsträger

In Mönchengladbach ist Matthias voll angekommen, er hat sich zum Leistungsträger und zur Führungsperson entwickelt. Mit bisher fünf Toren und zwei Vorlagen gehört er wie schon in Dortmund zu den torgefährlichsten Verteidigern der Bundesliga. Unter Dieter Hecking spielt er vornehmlich auf der von ihm präferierten Innenverteidiger-Position.


Auch jenseits des Fußballplatzes ein Vorbild

Matthias Ginter ist immer bodenständig geblieben. Bei all seinen Erfolgen ist dies keine Selbstverständlichkeit. Selbstverständlich ist für ihn auch das Miteinander. Im Februar 2018 gründet er die "Matthias-Ginter-Stiftung", mit der er sozial und gesundheitlich benachteiligten Kindern helfen möchte. Neben einer Kinderklinik möchte Matthias mit einem Fußballcamp dafür sorgen, dass jeder eine Chance erhält Fußball zu spielen.

"Total toll! Das spricht einfach für die Jungs, die so etwas machen. Sie schauen einfach hin, sehen, wie gut es ihnen und wie schlecht es anderen Menschen geht. Er (Matthias Ginter, Anm. d. Red.) ist sehr jung. Dass er schon daran denkt, ist super!" (Christian Streich, Trainer SC Freiburg)


Matthias Ginter ist ein Vollprofi. Das merkt man sofort an seiner Einstellung. Er weiß, was er will und setzt sich dafür ein. In Gladbach spielt er bisweilen die Saison seines Lebens. Er ist Stammspieler, hat Führungsqualitäten und ist auch abseits des Platzes ein echtes Vorbild. Bei der WM in Russland könnte der Nationalverteidiger wieder einen wichtigen Platz einnehmen.


Quelle: Gokixx