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Bereichsmenu Portrait Marcus Thuram

Ein Weltmeistersohn schreibt eigene Geschichte

Borussia Mönchengladbachs Neuzugang Marcus Thuram im Spiel gegen die TSG Hoffenheim. Sinsheim, September 2019

Der Gladbacher Marcus Thuram im Porträt

Mit Borussia Mönchengladbach steht Marcus Thuram aktuell an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Seine fünf Tore und drei Vorlagen haben einen gehörigen Anteil an diesem erfolgreichen Saisonstart. Geprägt wird das Stürmertalent bis heute von seinem Vater Lilian – der 1998 mit Frankreich Weltmeister wurde.

Derbyheld beim Sieg gegen Fortuna

Auch wenn Marcus zuletzt Siege oben ohne mit der Eckfahne in der Hand feierte, ist er ein ruhiger und reflektierter Spieler: Als ihn Marco Rose gegen Düsseldorf auf die Bank setzte, blieb er ruhig und unterstützte die Entscheidung seines Trainers sogar.

„Ja, es war ein besonderer Tag, weil ich getroffen habe. Aber hätten wir nicht gewonnen, wäre das wertlos.“ Marcus Thuram, Borussia Mönchengladbach

Davon war wenig zu sehen, als Thuram nach seiner Einwechslung in der 67. Minute wie ein Bulle auf die Düsseldorfer Abwehr zustürmte. Sieben Minuten später traf er als Endabnehmer einer sehenswerten Kombination, drei Minuten vor dem Abpfiff dann noch einmal als Abstauber. Es ließ erahnen, dass die rund zehn Millionen Euro Ablöse gut angelegtes Geld sind. Dies zeigte er auch in den Wochen danach.


Andere Stärken als der Vater

Doch Marcus‘ Marktwert hat wenig mit seinem großen Namen zu tun. Er ist der Sohn von Lilian Thuram, dem Weltmeister von 1998 und einer französischen Fußball-Legende. Sein Vater inspiriert den 21-Jährigen, auch wenn beide auf dem Platz völlig unterschiedlich sind.

„Er redet viel davon, wie man ein besserer Mensch werden kann und vor allen Dingen, wie man ein besserer Fußballer werden kann.“ Marcus Thuram, Borussia Mönchengladbach

Lilian Thuram, war als Rechtsverteidiger ein Weltklasse-Defensivmann und für das Toreverhindern bei Top-Clubs wie AS Monaco, AC Parma, Juventus Turin und FC Barcelona zuständig. Anders als sein Vater, geht der junge Gladbacher lieber auf Torejagd und kommt dabei zumeist über die linke Seite. Positionsbezogen hätten sie also gegeneinander spielen können. So wie früher im Garten, wo Marcus des Öfteren von seinem Vater abgegrätscht wurde. Die harte Schule seines Vaters hat ihn gestärkt: Es kommt nicht von ungefähr, dass der Comic-Liebhaber neben seine Social-Media-Posts stets einen Gorilla setzt.


Ein perfekter Spielertyp für das System Rose

Auf knapp zehn Millionen soll sich die Ablöse für den 21-Jährigen belaufen. Für so manch einen ist der französische U-21-Nationalspieler, der in der vergangenen Saison für EA Guingamp neun Ligatore erzielte, fast schon ein Schnäppchen in Zeiten von exorbitant hohen Ablösesummen. Thuram selbst beschäftigt das kaum. „Ich will viele Spiele bestreiten, mich entwickeln und meine Zeit in Gladbach genießen", erklärt der junge Angreifer. Schnell und technisch versiert – Marcus ist genau der Spielertyp, den Trainer Marco Rose gesucht hat. Nicht ohne Grund war er, bis zum Spiel gegen Düsseldorf und auch danach, immer in der Startelf.


Marcus Thuram scheint jemand zu sein und, der bei Gladbach Großes erreichen will. Die Bundesliga wird viel Spaß an ihm haben, denn sein Motto lautet: "Ich mag es, das zu tun, was für mich im Fußball das Beste ist: angreifen, angreifen, angreifen!" Und das wird nicht nur der Bundesliga guttun, sondern vor allem seinem neuen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach.



Quelle: Gokixx