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Nachwuchsleistungszentren im Blickpunkt

Der im August 2017 eröffnete FC Bayern Campus ist eines der modernsten deutschen Nachwuchsleistungszentren.

DFL richtet Zusammenarbeit nach neuen Kriterien aus

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) schafft die Zertifizierung der Leistungszentren in der Bundesliga und der 2. Liga ab. Von nun an wird eine Methodik eingesetzt, die die Weiterentwicklung verbessern soll: Qualitätsmanagement heißt das Zauberwort. Wir erklären euch, was es mit dieser Änderung auf sich hat.

Nachwuchsförderung nach EM-Debakel

Nachdem die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2000 mit einem überalterten Kader bereits in der Vorrunde ausschied, wurden in Deutschland die Zeichen der Zeit erkannt. Der DFB und die DFL investierten in die Ausbildung des Fußballnachwuchses. Inzwischen haben drei Viertel der 36 Lizenzklubs die Höchstwertung von drei Sternen für ihre Leistungszentren erhalten.

„Die Zertifizierung ist eine Erfolgsgeschichte." (Andreas Nagel, DFL-Direktor Sport und Nachwuchs)

In den Leistungszentren werden über 5.500 Spieler im Alter ab elf Jahren ausgebildet. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass der Altersdurchschnitt in der Bundesliga und der 2. Liga von 27 auf 24,7 Jahre gesunken ist.


Die Erfolgsgeschichte der NLZ

Jahr für Jahr schaffen durchschnittlich 70 Spieler den Sprung von der U 18, U 19 oder U 23 in eine der beiden Lizenzligen. Ein Erfolg, der den Verantwortlichen recht gibt.

„Wir haben durch die Lizenzierung viel Struktur und ein hohes Niveau erreicht. Das ist die Basis für den nächsten Schritt." (Daniel Feld, Leiter Nachwuchs und Leistungszentren DFL)

Seit der Einführung der Zentren im Jahr 2001 hat der deutsche Profifußball über 1,5 Milliarden Euro in die Nachwuchsarbeit investiert. Die Zertifizierung der Leistungszentren wurde anhand von über 700 starren Kriterien durchgeführt. In Zukunft wird ein anderer Ansatz verfolgt.


Mit Individualmaßnahmen und besserer Vernetzung gegen Defizite

An Stelle der bisherigen Kriterien tritt nun die individuelle Förderung der Fußball-Ausbildung in den Klubs. Dabei liegt der Fokus besonders auf deren Standortvor- beziehungsweise -nachteilen. Auf diese soll künftig stärker eingegangen werden. Defizite im Ausbildungsbereich, dem Management sowie der außersportlichen Unterstützung sollen dadurch besser aufgearbeitet werden.

„Die Engländer haben sehr viel aufgeholt, trotzdem haben wir noch eine Spitzenposition." (Daniel Feld, Leiter Nachwuchs und Leistungszentren DFL)

Damit dies auch so bleibt, werden den Leistungszentren neue Richtlinien gesetzt. Durchgeführt wird dieses Vorhaben durch den Aufbau eines exklusiven Wissensportals. Außerdem können sich die Leistungszentren untereinander stärker vernetzen. Hierfür wird eine Datenbank erstellt, in der die Vereine abrufen können, wie vergleichbare Klubs aufgestellt sind.


Die Jugendarbeit nimmt eine immer wichtigere Rolle ein. Dies zeigt nicht zuletzt das Investitionsvolumen der vergangenen Jahre. Immer mehr junge Spieler schaffen den Sprung in den Profifußball. Doch es ist wichtig, sich nicht auf dem geleisteten auszuruhen, sondern sich stetig weiterzuentwickeln.



Quelle: Gokixx