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Die hoffnungsvollsten internationalen Talente

Englands Nachwuchsstar Jadon Sancho im EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien. London, März 2019

Diese 2000er haben die besten Perspektiven

Während sich der deutsche 2000er-Jahrgang bisher in seinen Vereinen nicht besonders hervortun konnte, starten einige ausländische Jugendspieler schon richtig durch. Bei den Spielern dieses Jahrgangs sticht insbesondere der englische Verband heraus. Kein Wunder also, dass sich viele Bundesligaklubs um Talente von der Insel bemühen. Hier eine Übersicht der vielversprechendsten Jungnationalspieler außerhalb Deutschlands.

Brasilien:

Vinicius Junior (Real Madrid, Flügelstürmer, 12.06.2000)

Bei den U17-Südamerikameisterschaften überzeugte der schnelle Außenstürmer dermaßen, dass Real Madrid 45 Millionen Euro auf den Tisch legte und Vinicius Junior damit zum teuersten 16-Jährigen der Fußballgeschichte machte. Zehn Tage zuvor hatte er sein Profidebüt gefeiert. Beim Transfer wurde vereinbart, dass der junge Brasilianer noch bis Mitte 2019 an seinen Heimatverein ausgeliehen wird, um Spielpraxis zu sammeln. Real holte Vinicius aber bereits ein Jahr früher nach Spanien. Dort kam er bei den Profis regelmäßig zum Einsatz, erzielte wettbewerbsübergreifend in 28 Spielen drei Tore und bereitete zwölf Treffer vor.


Lincoln (Flamengi Rio de Janeiro, Stürmer, 16.12.2000) 

Lincoln ist ein halbes Jahr jünger als sein Kollege Vinicius Junior, doch beide waren jahrelang unzertrennlich und liefen häufig gemeinsam in der Flamengo-Jugend und für die brasilianischen U-Nationalteams auf. Da es einige Interessenten aus Spanien, Italien und England gibt, stehen die Chancen gut, dass er seinem ehemaligen Teamkameraden bald nach Europa folgt. Für die Profis von Flamengo lief Lincoln bisher 17 Mal auf.


England:

Ethan Ampadu (Chelsea London, Innenverteidigung, 14.09.2000)

Seine Frisur und Spielweise erinnern stark an den Brasilianer David Luiz. Auch Ampadu hat eine unglaubliche Ruhe am Ball, dazu ist er unheimlich robust und zweikampfstark. Bisher lief er 18 Mal für Chelseas U23 auf (1 Tor) und feierte im Dezember mit einem Kurzeinsatz gegen Huddersfield sein Premier League-Debüt.


Jadon Sancho (Borussia Dortmund, Flügelstürmer, 25.03.2000)

Für knapp acht Millionen Euro wechselte der junge Brite von Manchester City 2017 zu Borussia Dortmund. Der quirlige Dribbler, der bei der U17-EM in Kroatien 2017 zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, startete nach kurzer Anlaufzeit bei Dortmund voll durch. Mittlerweile kommt der pfeilschnelle Flügelstürmer auf 48 Partien, in denen er zehn Tore erzielte und weitere 22 vorbereitete.


Phil Foden (Manchester City, Offensives Mittelfeld, 28.05.2000)

Mit seinen starken Leistungen führte Phil Foden das englische U17-Team 2017 zum WM-Titel in Indien. Der technisch versierte Spielgestalter kann im offensiven Mittelfeld alle Positionen ausfüllen und hat in Citys Trainerstar Pep Guardiola seinen größten Fan. Der bezeichnete Foden als „ein Geschenk“ der Nachwuchsabteilung an ihn. In bisher 34 Spielen in Liga, Pokal und Champions League für City erzielte Foden bisher sechs Treffer und steuerte drei Vorlagen bei.


Callum Hudson-Odoi (Chelsea, Linksaußen, 07.11.2000)

Der trickreiche Linksaußen war ein Schlüsselspieler bei Englands U17-WM-Titel in Indien 2017. Nach starken Leistungen für Chelseas U23, für die er bis heute in 21 Spielen elf Tore erzielte und sechs auflegte, wurde Hudson-Odoi seit Januar 2018 auch immer wieder zu den Profis beordert. Für die Blues lief er in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben sowie in der Liga bisher 24 Mal auf. Obwohl es meist nur Kurzeinsätze waren, kam der schnelle Flügelstürmer dabei auf fünf Tore und fünf Vorlagen.


Frankreich:

Yacine Adli (FC Girondins Bordeaux, Offensives Mittelfeld, 29.07.2000)

Yacine Adli war einer der Stars der U17-Weltmeisterschaft 2017. Seine Spielweise erinnert an den französischen Nationalspieler Adrien Rabiot vonParis Saint-Germain. Allerdings spielt Yacine in der Regel deutlich offensiver. Vor der laufenden Saison wechselte er für 5,5 Millionen Euro von PSG, wo er sich nicht durchsetzen konnte, zu Bordeaux. Bisher kam er für die Westfranzosen allerdings in der Ligue 1 lediglich zu drei Kurzeinsätzen.


Amine Gouiri (Olympique Lyon, Stürmer, 16.02.2000)

Bei Olympique gilt Amine als legitimer Nachfolger von Karim Benzema und Alexandre Lacazette. Zumindest versprechen sich die Franzosen von ihrem Nachwuchsstar in der Zukunft ähnlich hohe Transfereinkünfte. Bei der U17-Europameisterschaft 2017 erzielte der abschlussstarke Stürmer in fünf Spielen neun Treffer und wurde Torschützenkönig des Turniers in Kroatien. Für die französische U17 erzielte er 20 Treffer in 15 Spielen und auch für die U19 war er in acht Spielen schon siebenmal erfolgreich. In der Ligue 1 wartet er für Lyon nach sieben Einsätzen noch auf sein Premierentor.


Italien:

Moise Kean (Juventus Turin, Stürmer, 28.02.2000)

Dem durchsetzungsstarken Stürmer wird langfristig zugetraut, beim italienischen Serienmeister eine tragende Rolle einzunehmen. Vorher allerdings sollte er sich bei Hellas Verona beweisen und Spielpraxis sammeln. Der Start beim norditalienischen Verein verlief nicht so gut wie erwünscht, aber Kean biss sich durch. Nach vier Toren in 19 Spielen für Hellas kehrte er im vergangenen Sommer nach Turin zurück. In dieser Saison kommt Kean bisher auf sechs Ligaeinsätze (vier Tore, eine Vorlage) und auch in der italienischen Nationalmannschaft trumpfte er zuletzt mit zwei Treffern groß auf.


Spanien:

Abel Ruiz (FC Barcelona, Stürmer, 28.01. 2000)

Der spanische Mittelstürmer ist mit 37 Toren in 27 Spielen der U17-Rekordtorjäger Spaniens und hat auch in der U19, die er als Kapitän anführt, in 14 Spielen bisher sechsmal getroffen. Bei Barcelona lief der Mittelstürmer bislang nur in der Zweitvertretung auf, erzielte dort in 46 Spielen sechs Treffer und bereitete einen vor.


Ferran Torres (FC Valencia, Flügelstürmer, 29.02.2000)

Torres spielt seit seinem sechsten Lebensjahr für den FC Valencia. Er durchlief alle Jugendteams und besticht durch seine technischen Fähigkeiten und seine enorme Schnelligkeit. Seit der Rückrunde 2018 spielt er regelmäßig auf dem rechten, manchmal aber auch auf dem linken Flügel bei den Profis. In 32 Einsätzen in La Liga erzielte Torres zwei Tore und bereitete zwei weitere vor.


USA:

Timothy Weah (Paris Saint-Germain, verliehen an Celtic Glasgow, Stürmer, 22.02.2000)

Zwar spielt der US-Amerikanische Nationalspieler Timothy Weah nicht für eines der Topländer des internationalen Fußballs, trotzdem darf er bei der Aufzählung seines Jahrgangs nicht fehlen. Die Last seines großen Namens hat ihn bisher nicht daran gehindert, im europäischen Spitzenfußball Fuß zu fassen. Der Sohn des ehemaligen Weltfußballers und liberianischen Präsidenten, George Weah, ist enorm schnell und verfügt über einen ausgeprägten Torriecher. Bisher kommt Weah auf sechs Spiele und zwei Tore für die erste Mannschaft von PSG. Seit Januar ist er an Celtic Glasgow ausgeliehen. Dort lief er bereits zehnmal auf, erzielte drei Tore und einen Assist.



Quelle: Gokixx