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Die Eredivisie als Sprungbrett in die Bundesliga

Borussia Dortmunds Leihgabe Felix Passlack im Einsatz für Fortuna Sittard in der niederländischen Eredivisie. Sittard, November 2019

Junge Spieler aus Deutschland zieht es in die Niederlande

Deutsche Spieler sind in den Niederlanden angesagt wie nie zuvor. Insgesamt 30 Profis sind momentan dort aktiv. Viele von ihnen versuchen sich gezielt über die niederländische Eredivisie für die Bundesliga zu empfehlen.

Zwischenstation für junge Spieler der Bundesligisten

An Beispielen, wie Felix Passlack (21, Fortuna Sittard), Jan-Niklas Beste (20, FC Emmen) und Michael Zetterer(24, PEC Zwolle) ist zu erkennen, dass sich Bundesligisten von der ersten niederländischen Liga den nächsten Schritt für ihre Profis erhoffen.

„Es ist zu vergleichen mit einem Schritt in die zweite oder dritte Liga bei uns." Meikel Schönewitz, Junioren Cheftrainer beim DFB

Gerade Teams aus dem Nordwesten Deutschlands bietet die räumliche Nähe zum Nachbarland eine gute Gelegenheit, um stets über ihre Leihspieler informiert zu bleiben.

„In den letzten Jahren kommen mehr und mehr deutsche Spieler in die Niederlande. Ich glaube niederländische Klubs haben auf deutsche Spieler umgestellt, weil sie eine hervorragende Arbeitsmoral an den Tag legen und auch für kleine Vereine bezahlbar sind.“ Kevin Lux, transfermarkt.de-Area Manager Niederlande


Deutscher Nachwuchs ebenfalls vertreten

Neben Profispielern versuchen auch Jugendspieler ihr Glück im Nachbarland. Zahlreiche Spieler sind in die Nachwuchsakademien der niederländischen Klubs gewechselt: Acht Spieler des erweiterten Kaders der deutschen U20- und U21-Nationalmannschaften spielen bei Ajax, Almelo oder Rotterdam. Darunter auch Top-Talent Nicolas Kühn (19), der im August mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold zum besten U19-Spieler ausgezeichnet wurde. Mikel Schönewitz sieht den Grund für die vielen Wechsel in die Niederlande bei der Jugendarbeit der deutschen Fußballvereine.

„Wenn man sich die A-Jugend-Bundesliga anschaut – die ist eine Europaliga geworden. Es gibt internationale Transfers aus Frankreich, Spanien, England, Skandinavien bis hin zu den USA. Die Vereine holen sehr viele Ausländer sehr früh nach Deutschland.“ Mikel Schönewitz, Junioren Cheftrainer beim DFB


Ein Wechsel ins Nachbarland kann Früchte tragen

Ragnar Ache (21) spielt seit seinem zehnten Lebensjahr in den Niederlanden und durchlief alle Jugendteams von Sparta Rotterdam. Doch erst als er in dieser Saison fünf Tore in den ersten elf Ligaspielen des Profiteams erzielte, wurde er von Stefan Kuntz für Deutschlands U21 nominiert.

„Den hatten wir vorher noch gar nicht auf dem Schirm.“ Mikel Schönewitz, Junioren Cheftrainer beim DFB

In seinem ersten Spiel traf Ragnar kurz nach seiner Einwechslung und zog in der Folge das Interesse von Bundesligavereinen wie Eintracht Frankfurt auf sich. Ein sehr gutes Beispiel für den Wechsel in die Eredivisie ist die Laufbahn von Mark Uth: Der heutige Schalke-Profi konnte sich beim 1. FC Köln nicht durchsetzen und entschied sich mit 20 Jahren für einen Wechsel in die Niederlande. Über Heerenveen und Almelo landete er schließlich in der Bundesliga bei der TSG Hoffenheim und wurde zum Nationalspieler. Kevin Lux sieht in Felix Passlack und Lennart Czyborra, der aus der Jugend des FC Schalke 04 kommt, zwei weitere künftige Bundesliga-Akteure.

„Die Erfahrungen, die die beiden in den Niederlanden machen, sind sehr hilfreich für ihre Karriere. Beide haben bereits zeigen können, dass sie eine hohe Qualität besitzen und es würde mich nicht wundern, wenn bald die ersten Angebote von Bundesliga-Vereinen eingehen.“ Kevin Lux, transfermarkt.de-Area Manager Niederlande


Das Modell, die niederländische Liga als Sprungbrett für eine Karriere in Deutschland zu nutzen, wird immer beliebter. Einigen bringt der Wechsel den erwünschten Erfolg, er kann aber auch Nachteile für die Karriere in der Nationalmannschaft haben.



Quelle: Gokixx