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Nachwuchshoffnung Louis Jordan Beyer

Gladbachs Louis Jordan Beyer debütiert im Ligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Mönchengladbach, August 2018

Gladbachs Senkrechtstarter erhält einen Profivertrag

In jeder neuen Bundesliga-Saison stellt sich die Frage, welche jungen Talente sich zu den Newcomern der neuen Spielzeit entwickeln könnten. Bei Borussia Mönchengladbach scheint man die passende Antwort zumindest vorläufig gefunden zu haben. Durch die Verletzung von Neuzugang Michael Lang kam für viele überraschend ein Mann aus der eigenen Jugend zu seiner großen Chance auf der Rechtsverteidigerposition: Durch eine starke Vorbereitung hat sich Louis Jordan Beyer aus dem Nichts in die Startelf des Bundesligisten gespielt.

Vom SV Thomasstadt zu Borussias U19

Louis Jordan Beyer wurde am 19. Mai 2000 in der Kleinstadt Kempen knapp 30 Kilometer nordwestlich von Düsseldorf geboren. Sein fußballerischer Weg begann auf dem Ascheplatz des ortsansässigen SV Thomasstadt und führte ihn schließlich in den Profikader von Borussia Mönchengladbach. Den ersten großen Entwicklungsschritt legte er mit dem Tausch der traditionellen Kempener Asche gegen das moderne Nachwuchsleistungszentrum von Fortuna Düsseldorf hinter sich.

Für die Düsseldorfer spielte er insgesamt drei Jahre und wechselte anschließend in den "Fohlenstall" nach Gladbach, wo er zum U16-Nationalspieler reifte und ab Sommer 2016 regelmäßig in der U17-Bundesliga zum Einsatz kam. In Gladbachs B-Junioren Mannschaft entwickelte sich Beyer zu einer wichtigen Konstante und stand in jeder der 26 Ligapartien in der Startelf. Auf Basis dieser überzeugenden Saison wurde er vorzeitig ins U19-Team der Borussia befördert. Hier sollte sein Zweitname Jordan zum Rufnamen werden, um Verwechslungen mit Mannschaftskollege Louis Hiepen zu vermeiden.


Zwischen Bundesliga und U19-Abstiegskampf

Mit der U19-Mannschaft legte Beyer einen alles andere als optimalen Start hin. Aus den ersten neun Partien konnten die "Fohlen" lediglich zwei Punkte holen. Der Klassenerhalt schien gefährdet, bevor man sich im Laufe der Rückrunde aus der Abstiegszone arbeiten konnte. Diese schwierige Zeit habe dem Defensivallrounder, laut eigener Aussage, im Nachhinein "leider weitergeholfen".

Der nun 18-Jährige überzeugte weiter mit starken Leistungen und erregte im Laufe der Hinrunde die Aufmerksamkeit von Chefcoach Dieter Hecking. Unter ihm durfte er immer häufiger mit der ersten Mannschaft trainieren und bekam in der Winterpause 2017/18 die Chance bei einem Testspiel der Profis mitzuspielen. In der aktuellen Spielzeit absolvierte Beyer in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den BSC Hastedt endlich sein Profidebüt. Dabei zeigte der gelernte Innenverteidiger auf der Rechtsverteidigerposition eine starke Leistung und erspielte sich so Startelfeinsätze an den beiden ersten Bundesligaspieltagen. Damit war der Sprung in den Profifußball geschafft.


Vielseitig talentiert und auch abseits des Platzes souverän

Durch sein starkes defensives Stellungsspiel, seine solide Zweikampfführung und seine Ruhe am Ball macht das Abwehr-Talent auf dem Platz eine souveräne Figur. Doch auch abseits des Fußballs erweckt der U-Nationalspieler einen ausgeglichenen, erwachsenen Eindruck. Da Louis Jordan sein Abitur bereits 2017 abgeschlossen hat, kann er sich nun voll und ganz auf den Fußball konzentrieren. Im Sommer 2018 hat Beyer seinen ersten Profivertrag unterschrieben und ist aufgrund seines überzeugenden Starts in den Profifußball mittlerweile fester Bestandteil der Zukunftspläne von Borussia Mönchengladbach.

Der Anfang für Louis Jordan Beyers Fußballkarriere ist gemacht. Sollte er an seinen bisherigen Leistungen anknüpfen können, wird man ihn diese Saison sicherlich regelmäßig im Dress der Fohlenelf spielen sehen.


Quelle: Gokixx