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Transferkracher der Winterpause

Christian Pulisic von Borussia Dortmund läuft nach der Sommerpause für Chelsea auf.

Christian Pulisic läuft ab Sommer für den FC Chelsea auf

Am 2. Januar wurde der erste echte Kracher des Wintertransferfensters bekannt: Borussia Dortmunds Christian Pulisic wechselt mit sofortiger Wirkung zum FC Chelsea auf die britische Insel. Dem BVB bleibt er jedoch noch bis zum Saisonende erhalten und soll solange dabei mithelfen, die Meisterschaft nach Dortmund zurückzuholen.

Aus Pennsylvania in die Premier League

Gerade einmal vier Jahre ist es her, dass Christian Pulisic noch in seiner Heimat kickte. Aus dem beschaulichen Hershey im US-Bundesstaat Pennsylvania wagte er mit 16 Jahren den Sprung über den großen Teich und folgte dem Ruf des BVB. Die Schwarzgelben verpflichteten den hochtalentierten US-Amerikaner für ihre U17, impften ihm die eigene „Echte Liebe“-DNA während seiner knapp elf Monate bei den B- und A-Junioren ein, bevor er schon im Alter von 17 Jahren Anfang 2016 zur ersten Mannschaft hochgezogen wurde. Damals noch als U17-Nationalspieler der Vereinigten Staaten entwickelte sich Pulisic unter Thomas Tuchel schnell zum Stammspieler.

In der Folgesaison war er bereits ein unverzichtbarer Bestandteil der Dortmunder Pokalsieger-Mannschaft, als man im Finale gegen Eintracht Frankfurt triumphierte und Pulisic das entscheidende 2:1 mustergültig vorbereitete. Nach einer durchwachsenen Saison im turbulenten BVB-Jahr unter Peter Bosz und Peter Stöger soll nach der laufenden Spielzeit dann der nächste Schritt folgen. Pulisic wechselt offiziell schon im Januar zum FC Chelsea für eine Ablösesumme von 64 Millionen Euro. Doch bis Saisonende bleibt Amerikas Fußballer des Jahres 2017 dem BVB noch erhalten, denn er wird für den Rest der Saison direkt wieder an die Dortmunder ausgeliehen.


Trumpfkarte namens Vielseitigkeit

Doch was macht den 20-Jährigen eigentlich so wertvoll, dass er schon jetzt den Sprung in die häufig als „beste Liga der Welt“ bezeichnete englische Premier League wagt?

Klar ist, dass der Youngster weiterhin eine Menge Entwicklungspotenzial mitbringt. Schon jetzt gehört er zu den vielversprechendsten Flügelspielern der Welt und taucht mittlerweile häufig in einem Atemzug mit Teamkollege Jadon Sancho auf. Auch wenn er in der laufenden Saison eher den Rotationsspieler unter Trainer Lucien Favre gibt, profitiert er enorm davon, dass er flexibel einsetzbar ist. Meist auf dem rechten Flügel beginnend, fühlt er sich auch als klassischer Zehner zuhause und kann, wenn es die Spielsituation erlaubt, der Mittelstürmer im Konterspiel sein. Mit seinem starken rechten Fuß ist es für ihn außerdem möglich, zeitweise über die linke Seite zu kommen, dann per Finte in die Mitte zu ziehen und zum Torabschluss zu kommen.

Diese Vielseitigkeit beruht auf mehreren Fähigkeiten, die Pulisic mitbringt. Durch seine teils atemberaubende Schnelligkeit kann er problemlos aus der Tiefe kommend die letzte Abwehrreihe attackieren. Mit der notwendigen Technik und einer engen Ballführung gesegnet, fühlt er sich in 1-gegen-1-Duellen sichtlich wohl. Doch damit nicht genug: als „Aushilfs-Zehner“ besitzt Pulisic ein sauberes Passspiel, eine gute Übersicht und das notwendige Spielverständnis, um Situationen in Sekundenschnelle richtig zu deuten. Genauso weiß er gegen den Ball zu überzeugen, indem er aggressiv auf den Ballführenden presst und beherzt Zweikämpfe führt.


Der FC Chelsea zahlt 64 Millionen Euro

Nach der laufenden Bundesligasaison, soll beim sechsmaligen englischen Meister FC Chelsea der nächste Schritt erfolgen: An der Seite des belgischen Stars Eden Hazard ist Pulisic die Aufmerksamkeit gewiss und die Erwartungshaltung wird angesichts der Ablösesumme von 64 Millionen Euro groß sein. Doch als fußballverrückter US-Amerikaner in der Premier League aufzulaufen, dürfte für ihn die Erfüllung eines Kindheitstraumes sein. Mit seinen technischen Fähigkeiten und den Stärken im Passspiel wie auch im Dribbling hat er gute Chancen, das Vertrauen seines künftigen Coachs Maurizio Sarri zu gewinnen und in Chelseas Ballbesitzfußball eine wichtige Rolle einzunehmen.


Doch bevor dies geschieht, möchte Christian mit einhundertzehnprozentigem Einsatz für einen herausragenden Abschied beim BVB sorgen – am besten gekrönt durch mindestens einen Titel.



Quelle: Gokixx