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Diese Stars flogen nicht mit nach Russland

Mittelfeldspieler Adrien Rabiot von Paris Saint-Germain gehört zu den jungen Talenten, die nicht zur WM mitdurften.

Warum Sané, Coman, Rabiot & Co. bei der Fußball-WM zuschauen müssen

Die Weltmeisterschaft in Russland ist schon in vollem Gange. In den Kadern der Teilnehmer stehen wieder zahlreiche Talente, die ihr Können zeigen und sich auf der großen Bühne beweisen wollen. Einige Jungstars haben es aber nicht in die Kader ihrer Länder geschafft. Wir nennen Euch talentierte Fußballer, auf die wir in Russland leider verzichten müssen.

Jonathan Tah (Deutschland)

In der vergangenen Saison hat Tah endgültig den Schritt zum Topspieler vollzogen und war einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Er zählt zu den physisch stärksten Spielern Deutschlands. Aber auch am Ball zeigt der gebürtige Hamburger, dass er mittlerweile internationale Klasse besitzt. Jonathan wurde zum Verhängnis, dass er im Gegensatz zu anderen Spielern nicht als Rechtsverteidiger auflaufen kann. Mit Boateng, Hummels und Süle gab es bereits drei Spieler, die nur in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen.


Dayot Upamecano (Frankreich)

Gleiches gilt für Dayot Upamecano. Der Leipziger spielte eine sehr starke Saison und zeigte kaum Leistungsschwankungen. Neben gestandenen Innenverteidigern wie Varane, Umtiti und Remi standen Frankreichs Coach jedoch noch die polyvalenten Talente Kimpembe und Pavard zur Auswahl. Beide können im Notfall andere Positionen bekleiden deswegen gab Trainer Deschamps ihnen den Vorzug vor dem 19-Jährigen Dayot Upamecano.


Adrien Rabiot (Frankreich)

Dass Didier Deschamps Rabiot nicht für die WM nominierte, war ein Paukenschlag. Denn der 23-Jährige spielt eine wichtige Rolle in der Startruppe von Paris Saint-Germain. Während Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappé die Schlagzeilen bestimmen, bekommt der Mittelfeldspieler zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ohne ihn wirkt das Spiel von PSG allerdings ziemlich chaotisch und unorganisiert. Trotzdem setzte der französische Nationaltrainer auf die Dienste von Blaise Matuidi. 


Renato Sanches (Portugal)

Vor zwei Jahren war Renato Sanches noch der Shootingstar der portugiesischen Elf und wechselte nach einer starken EM zum FC Bayern. Nachdem er sich dort nicht durchsetzen konnte, wurde er an Swansea City ausgeliehen. In der Premier League erlebte er eine sehr durchwachsene Saison. Zunächst spielte Renato katastrophal und als er sich dann endlich fing, verletzte sich der 20-Jährige. Nach einer monatelangen Zwangspause durfte er im Endspurt nicht mehr eingreifen und musste mitansehen wie sein Verein abstieg.


Leroy Sané (Deutschland)

Es war eine faustdicke Überraschung als Bundestrainer Joachim Löw ankündigte, dass Sané aus dem vorläufigen WM-Kader gestrichen wird. Der 22-Jährige war in der vergangenen Saison Stammspieler der punktetechnisch besten englischen Mannschaft aller Zeiten. In dieser historischen Saison erzielte er wettbewerbsübergreifend in 49 Spielen 14 Tore und legte 19 weitere Treffer auf. Er gewann den "PFA Young Player of the Year"-Award. Bei seinen Länderspieleinsätzen wirkte er zumeist aber ein wenig verloren und fand sich im System von Löw nicht zurecht. Deshalb entschied sich der Bundestrainer dafür, Reus, Brandt und Draxler zu nominieren. Alle drei passen besser zu seiner Spielidee. In der Zukunft wird Sané jedoch sicher wieder angreifen können.


Kingsley Coman (Frankreich)

Der 21-Jährige Franzose startete stark in die Saison und war einer der wenigen Münchner, die von Anfang an gute Leistungen zeigten. Spätestens nachdem Heynckes übernommen hat, blühte Coman richtig auf und trieb die Offensive des Rekordmeisters zusammen mit James an. Vor allem da Ribéry und Robben langsam auf das Ende ihrer Karriere zugehen, war der Franzose mit seiner Schnelligkeit und seinem Spielwitz eine Bereicherung für den Rekordmeister. Anfang März kam dann der bittere Rückschlag: Coman erlitt einen Syndesmosebandriss und feierte sein Comeback erst im Pokalfinale. Aufgrund der herausragenden französischen Offensivspieler konnte Deschamps auf einen Coman, der erst vor Kurzem wieder fit wurde, verzichten. Bitter für Kingsley, aber eine verständliche Entscheidung. 


Anthony Martial (Frankreich)

Im Gegensatz zu Coman erlitt Anthony Martial in der vergangenen Saison keine schwerwiegende Verletzung. Sein Problem war, dass Jose Mourinho nicht konsequent auf ihn setzte. So pendelte er immer wieder zwischen Startelf und Ersatzbank. Auch auf dem Platz hatte er keine feste Position und wurde als Mittelstürmer, Links-, Rechtsaußen und Zehner eingesetzt. Dass er sich unter diesen Bedingungen nicht richtig beweisen konnte, ist nicht verwunderlich. Trotzdem kam er wettbewerbsübergreifend auf 20 Scorerpunkte in 45 Spielen. Das reichte jedoch nicht, um Konkurrenten wie Fekir, Thauvin, Lemar, Mbappé, Griezmann, Giroud und Dembélé zu übertrumpfen. 


Mauro Icardi (Argentinien)

Der Argentinier spielte eine beeindruckende Saison und führte Inter Mailand wieder in die Champions League. Icardi war der mit Abstand beste Spieler der Italiener und ging als Kapitän in jedem Spiel voran. In 34 Spielen erzielte er 29 Treffer. In jeder anderen Nationalmannschaft würde er vermutlich Stammspieler sein, aber Argentinien hat in der Offensive ein Überangebot an talentierten Spielern: Mit Gonzalo Higuain, Paulo Dybala und Sergio Agüero gibt es gleich drei Akteure, die Weltklasse auf der Mittelstürmerposition verkörpern. Zudem kann Dybala auch als Halbstürmer oder im Mittelfeld eingesetzt werden und ist damit der variablere Spieler. Dass Lionel Messi einen Stammplatz sicher hat, muss man nicht erklären. Für Inters Kapitän Icardi ist dies verständlicherweise eine frustrierende Situation.


Quelle: Gokixx