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Bayers jüngster Bundesliga-Debütant

Bayers Youngster Florian Wirtz bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Werder Bremen. Bremen, Mai 2020

Florian Wirtz im Portrait

Nur Yann Aurel Bisseck und Nuri Sahin waren jünger! Mit seinem Einsatz für Bayer Leverkusen ist Florian Wirtz zum drittjüngsten Bundesliga-Debütanten aller Zeiten geworden: Der 17-Jährige stand nur 15 Tage nach seinem Geburtstag in der Startelf und spielte bis zur 62. Minute.

Großes Lob fürs Debüt

Florian durfte erstmalig Bundesliga-Luft schnuppern. Im Trikot von Bayer Leverkusen überzeugte er auch seinen Trainer Peter Bosz. 

„Das ist immer etwas Besonderes, wenn man ein Debüt macht. Erst recht mit 17. Es war alles in allem eine gute Leistung von ihm, er war nicht nervös.“ Peter Bosz, Trainer Bayer 04 Leverkusen

Der Trainer der Werkself ließ Florian prompt in der Startelf auflaufen. Und das Vertrauen in das junge Talent zahlte sich aus: Der technisch starke Mittelfeldspieler lieferte eine durchgängig souveräne Leistung ab, die zum verdienten Sieg gegen Werder Bremen beigetragen hat. Dabei ließ Florian immer wieder seine starke Technik aufblitzen, wie zum Beispiel bei den An- und Mitnahmen. Lediglich seine Schussstärke konnte er nicht unter Beweis stellen. Dass er diese jedoch besitzt, zeigte er schon sehr sehenswert.


Heimatverbundener Leistungsträger 

Seine Karriere begann der offensive Mittelfeldspieler in der Jugend des SV Grün-Weiß Brauweiler. 2010 wechselte Wirtz zum 1. FC Köln, wo er über neun Jahre lang ausgebildet wurde. Neben seiner Technik entwickelte er sich besonders in puncto Schnelligkeit weiter und konnte so zu einem absoluten Leistungsträger werden. Diese Rolle nahm er in der Saison 2018/2019 ein, als er mit der U17 des FC die B-Junioren Meisterschaft gewann. Auch beim DFB ist er inzwischen angekommen: In der U17 unter Christian Wück nimmt er als Zehner eine herausragende Rolle ein.


Sein Weg in die Bundesliga

Wie bereits in der vergangenen Saison warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück. So kam er bis zu seinem Wechsel nach Leverkusen auf nur zehn Einsätze, bei denen er jedoch acht Tore erzielen und ein weiteres vorbereiten konnte. Als U17-Kapitän und Junioren-Nationalspieler war Florian für den 1. FC Köln von großem Wert. Umso härter traf es den Club, als das Eigengewächs zu Bayer Leverkusen wechselte:Seit Januar 2020 sorgt sein Transfer für großen Gesprächsstoff, denn zwischen den rheinischen Rivalen Köln, Bayer Leverkusen und Mönchengladbach gilt das Abkommen, sich untereinander keine Talente im Nachwuchsbereich wegzuschnappen. Dennoch steht Florian Wirtz nun bis Juni 2022 bei Bayer Leverkusen unter Vertrag.


Youngster knackt Vereinsrekord

Bei Bayer Leverkusen hat Florian Wirtz schon jetzt Geschichte geschrieben: Nachdem er zunächst in der U19-Bundesliga zum Einsatz kam (vier Spiele, zwei Tore, vier Vorlagen), schaffte er nach der Coronavirus-Pause den Sprung zu den Profis. Mit 17 Jahren und 15 Tagen ist Florian der jüngste Debütant in der Vereins-Historie. Damit löst er keinen Geringeren als Kai Havertz ab, der seinen ersten Bundesliga-Auftritt für die Werkself im Alter von 17 Jahren und 126 Tagen hatte. In der gesamten Bundesliga-Geschichte gab es nur zwei Profis, die bei ihrem Debüt noch jünger waren, als das Talent aus dem Rheinland: Nuri Sahin (Borussia Dortmund) und Yann Aurel Bisseck (1. FC Köln).


In seiner bisherigen Vereinslaufbahn blieb Florian Wirtz dem Rheinland treu. Durch seinen enormen Ehrgeiz schaffte er sehr früh den Sprung in Bundesliga. Dass er sein Talent auch im nationalen Wettkampf unter Druck abrufen kann, hat er durch seine starke Performance bei seinem Bundesliga-Debüt bewiesen.



Quelle: Gokixx