10 Leitpunkte zum Eigenbau |
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| Durch eine gute Planung und Organisation der Eigenbauarbeiten können Sie Gefährdungen, Pannen, Ärger, Stress und Baumängel vermeiden. Dadurch fördern Sie die Motivation, die Arbeitsfreude und die Sicherheit und Gesundheit der Ehrenamtlichen sowie die Qualität der Arbeiten. | |
| 10 Leitpunkte zum Eigenbau | Praxishilfen auf der Mini-CD-ROM oder im Internet |
| 1. Eigenbauarbeiten gut vorbereiten. Die Eigenbauarbeiten sorgfältig planen und die Gefährdungen für die Ehrenamtlichen frühzeitig erkennen und beurteilen. Maßnahmen festlegen und bestimmen, wer die Maßnahmen durchführt und wer die Wirksamkeit kontrolliert (Gefährdungsbeurteilung). Frühzeitig einen Fachmann zur Beratung hinzuziehen – zum Beispiel das kirchliche Bauamt, freie Architekten, Bauingenieure oder die zuständige Fachkraft/Ortskraft für Arbeitssicherheit. | Checklisten zur allgemeinen Arbeitsplanung und zu einzelnen Tätigkeiten |
| 2. Einen Fachmann zum Chef machen. Für die Eigenbauarbeiten eine weisungsbefugte Person schriftlich beauftragen – zum Beispiel einen Fachmann aus der Kirchengemeinde. Denken Sie dabei auch an die Übertragung der Pflichten zum Arbeitsschutz. Wird ein Teil der Arbeiten an ein gewerbliches Unternehmen vergeben und arbeiten dessen Beschäftigte mit den Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde auf der Baustelle zusammen, ist zur Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen eine weisungsbefugte Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt. | Pflichtenübertragung |
| 3. Ehrenamtliche nach Fähigkeiten einsetzen. Bei Eigenbauarbeiten ist jede Hilfe willkommen. Aber nicht jeder kann alles. Vor Beginn der Bauarbeiten sicherstellen, dass die Ehrenamtlichen jeweils für die auszuführenden Arbeiten geeignet sind: notwendige Kenntnisse, Qualifikationen, Fachkunde, körperliche Verfassung. (Personengruppen: Laien – Personen mit handwerklichen Vorkenntnissen – ehemalige/aktuelle Fachleute). Dabei auch den Jugendarbeitsschutz und Mutterschutz beachten. | Übersicht „Ehrenamtliche Tätigkeiten“ |
| 4. Aufgaben klar beschreiben. Mit allen an den Eigenbauarbeiten Mitwirkenden vereinbaren, welche Aufgaben zu ihren Arbeiten auf der Baustelle gehören (Einsatzpläne). | |
| 5. Über Gefährdungen informieren. Die Ehrenamtlichen über sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten sowie Gefährdungen bei den Eigenbauarbeiten informieren und unterweisen. Beim Einsatz gefährlicher Arbeitsmittel oder beim Umgang mit Gefahrstoffen Betriebsanweisungen erstellen. | Grundunterweisungs- und Beauftragungsbogen, Unterweisungsnachweis „Arbeiten auf Gerüsten“, Betriebsanweisungen |
| 6. Schriftliche Vereinbarungen mit Ehrenamtlichen. Es hat sich bewährt, mit allen Ehrenamtlichen bei Eigenbauarbeiten Vereinbarungen über ihre Tätigkeiten und über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit abzuschließen. | Grundunterweisungs- und Beauftragungsbogen |
| 7. Für Persönliche Schutzausrüstung sorgen. Dafür sorgen, dass geeignete Persönliche Schutzausrüstung (PSA) – zum Beispiel Schutzhelme, Schutzhandschuhe, Atemschutz – vorhanden ist (vom Kirchenvorstand gestellt oder auch eigene) und benutzt wird. | Auswahlliste „PSA bei Bauarbeiten“ |
| 8. Nur einwandfreie Arbeitsmittel einsetzen. Nur einwandfreie Handwerkzeuge, Maschinen und andere Arbeitsmittel einsetzen, deren Prüffrist nicht abgelaufen ist. Dies gilt auch für solche, die entliehen oder Privateigentum der Ehrenamtlichen sind. | |
9. Notfallvorsorge sicherstellen. Sicherstellen, dass
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Aushang „Verhalten bei Unfällen“, Aushang „Verhalten im Brandfall“ |
| 10. Möglichst das wichtigste dokumentieren. Für jede Baumaßnahme sollte eine aussagekräftige Dokumentation geführt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Pflichtenübertragungen, Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilungen, durchgeführte Unterweisungen, eingesetzte Betriebsanweisungen, Erste-Hilfe-Leistungen – zum Beispiel Verbandbuch. | Mustervorlagen, Verbandbuch |
Die „Allgemeine Checkliste Eigenbau“ auf dem folgenden Registerblatt hilft Ihnen, die Eigenbauarbeiten zu planen.
