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06.12.2018

Die zehn besten Ideen von VBG_NEXT ausgezeichnet

VBG-Präventionspreis 2018

Hamburg. Die zehn Gewinner des VBG-Präventionspreises VBG_NEXT stehen fest. Am 5. Dezember 2018 wurden die zehn Unternehmen bei einer feierlichen Preisverleihung in Hamburg für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgezeichnet. Sie erhalten Geldprämien in Höhe von 5.000 bis 10.000 Euro. Die Gewinner setzten sich gegen rund 100 Unternehmen durch, die bis Ende März 2018 ihre Ideen für mehr Sicherheit von Beschäftigten in der Online-Innovationsbörse VBG_NEXT veröffentlichten.

Prof. Bernd Petri, Mitglied der VBG-Geschäftsführung: „Die Preise sind an das Engagement der Unternehmen in unserem Ideenpool VBG_NEXT geknüpft. Damit möchten wir Firmen belohnen, die eigene, innovative Präventionsideen an andere als Inspiration weitergeben.“

Die Jury, die sich aus fünf Mitgliedern der Selbstverwaltung der gesetzlichen Unfallversicherung VBG sowie Professor Dr. Olaf Hoos von der Universität Würzburg zusammensetzte, entschied über die Vergabe der Preise. Die Gewinner-Projekte überzeugten dadurch, dass sie wirksam, innovativ, übertragbar und wirtschaftlich sind. Die Preise wurden in fünf Kategorien vergeben.

Folgende zehn Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden ausgezeichnet:

Kategorie „Betriebliche Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement“

Handwerkskammer für Ostfriesland, Aurich

Prämiert wird die Handwerkskammer für ihr systematisches und wirksames Gesundheitsmanagement. Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde in einer zweijährigen Projektphase eingeführt. Ziel war es, die Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und gesunde Verhaltensweisen der Beschäftigten zu fördern. Auffallend war die besonders analytische und strukturierte Herangehensweise in der Planungs- und Umsetzungsphase. Fazit: Die Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements fördert das Gesundheitsbewusstsein. Die Krankheitsquote und die Kosten sind gesunken. Am Projekt der Handwerkskammer mit rund 60 Beschäftigten können sich gemäß Jury besonders Klein- und Mittelbetriebe etwas abschauen.

SCHOTT AG, Mainz

Produktionsbedingt wird bei SCHOTT teilweise in Schichten gearbeitet. Präventive Maßnahmen für Beschäftigte in Schichtarbeit gibt es bereits seit längerer Zeit. Eingeschränkt war bisher die Teilnahme an gesundheitsfördernden Maßnahmen, da diese vormittags zu festen Zeiten stattfinden. Für die in Schichtarbeit Beschäftigten wurde deshalb das zielgruppenspezifische, verhaltensbezogene Projekt „Fit in der Schicht“ realisiert. In Theorie und Praxis zielt das Gesundheitstraining darauf ab, das allgemeine Wohlbefinden der in Schichtarbeit Beschäftigten zu fördern. Erste Ergebnisse zeigen: Die Strategie geht auf! Der Präventionspreis belohnt nicht nur die Idee, sondern auch deren Übertragbarkeit.

Kategorie „Organisation von Arbeitsschutz und Motivation“

Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA), Bochum

Die BOGESTRA stellt mehr als 2.500 Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe an sieben Standorten für ihre Beschäftigten zur Verfügung. Neben der fachlichen Aktualisierung bedeutet dies einen erheblichen logistischen und finanziellen Aufwand für die Produktion, den Austausch und das Überprüfen, ob die Betriebsanweisungen noch aushängen, aktuell und lesbar sind. In einem Projekt wurden die Betriebsanweisungen digital auf Touchscreen-Monitoren angezeigt. Die Monitore stehen an zentralen Stellen in den Werkstätten und der Materialausgabe. Für die Beschäftigten ist dadurch ein kurzer Weg und damit der schnelle Zugang zu Betriebsanweisungen gewährleistet – tagesaktuell, schnell und wirtschaftlich.

Verband der Diözesen Deutschlands (VDD), Bonn

Um die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu den Verantwortungsträgern, Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen zu transportieren, hat die Arbeitsgruppe Arbeitsschutz des Verbands der Diözesen Deutschlands ein umfassendes Präventionspaket entwickelt. Ein wesentlicher Teil und Werbeträger dieses Präventionspaketes ist das „Arbeitsschutzmobil plus“ – ein umgebauter Kleinbus, mit dem das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vor Ort bundesweit in den Diözesen, Schulen und Kindertagesstätten präsentiert wird.

Kategorie „Betriebliche Sicherheitstechnik – Sonderpreis Junge Beschäftigte

Schuller GmbH, Wertheim

Das Unternehmen erhält im Rahmen des VBG-Präventionspreises 2018 einen Sonderpreis „Junge Beschäftigte“ für ein Projekt zur Unfallverhütung beim Festziehen und Lösen von Anzugsschrauben an Fräsern. Die Fräser werden bei Metallarbeiten eingesetzt. In Zusammenarbeit mit ihren Ausbildern beziehungsweise Ausbilderinnen und der Fachkraft für Arbeitssicherheit entwickelten die Auszubildenden eine Schutzvorrichtung, die beim Herauslösen oder Festziehen der Anzugsschraube bei Wartungsarbeiten dem Fräser aufgesetzt wird und die scharfen Fräserkanten überdeckt. Die Schutzvorrichtungen stehen in unterschiedlichen Größen an den Arbeitsplätzen zur Verfügung. Die wirtschaftliche und funktionelle Lösung überzeugte die Jury. Zudem honoriert der Präventionspreis, dass die Auszubildenden schon in jungen Jahren die Arbeitssicherheit erfolgreich verbessert haben – eine Erfahrung, die das ganze Berufsleben prägt.

Kategorie „Betriebliche Sicherheitstechnik“

SECURITAS Fire Control + Service GmbH + Co. KG, Bitterfeld

Die SECURITAS entwickelte mit technischen Partnern ein Drohnensystem, das die Gefahren für die Beschäftigten bei Bränden und Explosionsgefahr sowie beim Eindringen von nicht zutrittsberechtigten Personen reduziert. Das modulare Drohnensystem ist an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Einsatzzweckes angepasst. Die Bilder aus der Luft gehen an die Leitstelle, das Feuerwehrfahrzeug und bei Bedarf an das betroffene Unternehmen. Durch den Wissensvorsprung aufgrund der Bilder des Gefahrenortes können Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden und die Einsatzkräfte wissen, was auf sie zukommt. Diese innovative Drohnen-Nutzung begeisterte die Jury aus zwei Gründen: Die Gefährdung der Beschäftigten wird reduziert und die Idee ist leicht zu kopieren.

Kategorie „Präventionspreis Sport, Spezial“

Hallescher FC, Halle

Gleichzeitig die Trainingssteuerung optimieren und Verletzungen reduzieren, das hat sich der Hallesche FC auf die Fahnen geschrieben. Dazu wurde ein sportmedizinisches und trainingswissenschaftliches Konzept entwickelt und umgesetzt, das insbesondere der häufig vorkommenden Ruptur des vorderen Kreuzbandes etwas entgegensetzen will. Teil der ganzheitlichen Maßnahme sind innovative Diagnostika und Interventionen innerhalb des Trainings- und Spielbetriebes. Sie wurden sowohl im Profiverein als auch in den Ju-gendteams implementiert und entfalten dort ihre Wirkung: Der Verein beobachtet einen Rückgang der muskulären Verletzungen. 

Kategorie „Präventionspreis Sport, Gesamtkonzept“

Augsburger Panther Eishockey GmbH, Augsburg

Wer beobachtet, der lernt. In diesem Sinne führten die Augsburger Panther ein weitrei-chendes Monitoring-System ein. Hierbei werden via „On-Ice-Tracking“ täglich Daten erho-ben, die Auskunft über Risiken wie Überlastung oder fehlende Fitness der Spieler geben. Auch die metabolische und biomechanische Trainings- und Spielbelastung wird ermittelt. Die gesammelten Daten ermöglichen es, individuelle „Acute-to-chronic“-Profile für jeden Spieler zu erstellen und auf deren Basis quasi tagesaktuell nötige Interventionen einzulei-ten. Das ganzheitliche Monitoring-Konzept bildet ein zentrales Steuerungselement, das die Jury als äußerst innovativ beurteilte. 

SSV Jahn Regensburg e.V., Regensburg

Abstieg? Aufstieg? Das Dauerthema Klassifizierung ist zentral, doch es sollte keinen Einfluss auf die Präventionsarbeit haben. Genau hier punktet der SSV Jahn Regensburg. Er hat ein Präventionskonzept ins Leben gerufen, das in großen Teilen unabhängig vom sportlichen Erfolg – und den damit verbundenen finanziellen Schwankungen – umgesetzt werden kann. Kern der Idee ist die Kooperation: Der Verein arbeitet mit regionalen Kompetenzpartnern für Prävention zusammen. Weiterhin nimmt er an Studien zur Verletzungsreduktion teil und profitiert auf diese Weise von aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Diese Art der Vernetzung ist für die Jury ein echter Aufstieg.

HSV Fußball AG, Hamburg

Die Sprunggelenke zählen im Fußball zu den am meisten gefährdeten Körperteilen. Entsprechend häufig kommt es zu Verletzungen. Hier setzt der HSV an und entwarf für diese Fälle eine Rehabilitationsstrategie, die auf objektiven Kriterien basiert. Genauer: auf funktionell-sportmotorischen Tests, Fragebogenuntersuchungen und physiotherapeutischen Screeningverfahren. Ein Algorithmus unterstützt die Verantwortlichen dabei, den Stand der Rehabilitation zu erfassen und weitere Therapieschritte zu planen. Dadurch lässt sich realistisch einschätzen, wann der Spieler wieder auf den Rasen darf. Eine derart detaillierte Ablaufplanung im „Return-to-Competition“-Prozess ist bislang selten – und in den Augen der Jury ein zukunftsweisender Weg, der auch präventiv wirkt.

 

Weitere Informationen

Nicht nur unsere zehn Gewinner haben gute Ideen zur Prävention. Auf www.vbgnext.de  finden Sie zahlreiche andere nachahmenswerte Projekte aus verschiedenen Branchen. Ein Besuch lohnt sich.

Die VBG stellt die Pressefotos unter www.vbg.de/presse zur Verfügung.

Bildunterschrift Pressefoto: Die Preisträgerinnen und Preisträger des VBG-Präventionspreises VBG_NEXT freuen sich über die Auszeichnung für ihr vorbildliches Engagement in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Ihre Ansprechpartnerin

Daniela Dalhoff

Öffentlichkeitsarbeit

040 5146-2525

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