Navigation und Service

VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung (Link zur Startseite)

Bereichsmenu Presse

Sportvereine und die VBG

Hamburg, November 2016

Die VBG ist die gesetzliche Unfallversicherung des bezahlten Sports. Im Gefahrtarif der VBG sind die hohen Belastungen aus dem Fußball in einer eigenen Gefahrtarifstelle gebündelt. Die Belastungen aller anderen Sportarten sind in einer zweiten Gefahrtarifstelle zusammengefasst. Die einzelnen Gefahrklassen spiegeln das Gefährdungsrisiko einer Branche wider und bestimmen neben dem Beitragsfuß die Höhe des Beitrages. Der bezahlte Sport hat die Chance durch wirksame Präventionsmaßnahmen die Belastungen selbst zu senken.

Es ist daher von großer Bedeutung, die Prävention im Sport weiter zu verstärken. Sportunfälle sind kein Schicksal. Jeder Unfall, der verhindert werden kann, erspart nicht nur Leid, sondern auch weitere Kosten und damit Beiträge. Durch ein jährliches Monitoring der Entwicklung im Sport prüft die VBG die Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen.

1. Wie beurteilt die VBG das Gefährdungsrisiko des bezahlten Sports und wie wird der Beitrag berechnet?

Durch den Beitrag werden die Kosten, die durch die Unfälle von Arbeitnehmern entstehen, solidarisch von den Unternehmen getragen. Im Gefahrtarif wird das unterschiedliche Gefährdungsrisiko der bei der VBG versicherten Branchen berücksichtigt. Jedes Unternehmen wird seiner Gefahrtarifstelle mit der dafür berechneten Gefahrklasse zugeordnet. Der Gefahrtarif wird spätestens nach sechs Jahren neu aufgestellt und vom höchsten Selbstverwaltungsgremium der VBG, der Vertreterversammlung, beschlossen.

Im VBG-Gefahrtarif 2017 sind alle Sportunternehmen der Gefahrtarifstelle 12 zugeordnet. Die Gefahrtarifstelle 12 ist in drei Teil-Gefahrtarifstellen  – Gefahrtarifstellen 12.1 bis 12.3 – gegliedert. In der Gefahrtarifstelle 12.1 sind die bezahlten Fußballsportlerinnen und -sportler zusammengefasst, in der Gefahrtarifstelle 12.2 bezahlte Sportlerinnen und Sportler aller anderen Sportarten, beispielsweise Basketball, Eishockey, Handball und Volleyball. In der Gefahrtarifstelle 12.3 sind alle Versicherten in Sportunternehmen aufgeführt, die keine bezahlten Sportler und Sportlerinnen sind. 

Die Beitragsberechnung erfolgt auf der Grundlage der Zuordnung der Entgelte. Wenn ein Sportunternehmen beispielsweise eine Fußballmannschaft mit bezahlten Sportlern hat, meldet es deren Entgelte in der Teil-Gefahrtarifstelle 12.1. Die Entgelte bezahlter Handballspieler meldet der Verein in der Teil-Gefahrtarifstelle 12.2, die Entgelte der übrigen Versicherten, wie z. B. Beschäftigte in der Geschäftsstelle, sind der Teil-Gefahrtarifstelle 12.3 zuzuordnen.

Die Unfallgefahr im bezahlten Sport, insbesondere in Mannschaftssportarten, ist im Vergleich zu den anderen Branchen wesentlich höher. Während es im Durchschnitt über alle Branchen in Deutschland etwa einen Arbeitsunfall pro Arbeitsleben gibt, können es im bezahlten Sport mehr als 2 Unfälle pro Jahr sein.

Seit dem 1. Januar 2013 entscheidet die VBG mit Unterstützung der Sportunternehmen im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahrens über den Versicherungsschutz, um den Freizeitsport eindeutig von der Sportausübung im Rahmen einer unfallversicherten und damit beitragspflichtigen Beschäftigung abzugrenzen. Damit wird für alle Beteiligten im Hinblick auf die Beurteilung des Unfallversicherungsschutzes und die sich hieran anknüpfenden Rechtsfolgen Klarheit geschaffen.

2. Wieso werden die Gefahrklassendes Sports angehoben?

Gegenüber dem Gefahrtarif 2011 sind die Unfallzahlen und Kosten rückläufig. Da die Anzahl der Unfälle und somit auch die Kosten für Sportunfälle aber weiterhin überproportional hoch sind, werden die Gefahrklassen in den Gefahrtarifstellen 12.1 und 12.2 im Gefahrtarif 2017 weiter stufenweise an die tatsächlichen Belastungsverhältnisse herangeführt. Durch die stufenweise Anhebung der Gefahrklassen im Gefahrtarif wird verhindert, dass Sportunternehmen von übermäßigen Beitragssprüngen betroffen sind, sie geben den Sportunternehmen Planungssicherheit. Die Sportunternehmen profitieren also von der Solidargemeinschaft der in der VBG versicherten Branchen. Gleichzeitig verringern sich durch die stufenweise Anhebung die Belastungen für die Solidargemeinschaft.

3. Wie lassen sich die Beitragskosten für Sportunternehmen senken?

Gesetzlicher Versicherungsschutz besteht für die bezahlten Sportlerinnen und Sportler mit einem Arbeitsvertrag. Ansatzpunkt für geringere Beiträge ist eine Reduzierung der Unfälle im bezahlten Sport und der damit verbundenen Kosten für Rehabilitation und Entschädigung.

Die VBG bietet Sportunternehmen mit Fachinformationen und Praxishilfen umfangreiche Präventionshilfen. Dazu zählen zum Beispiel Informationsmaterialien zu Trainingsmethoden und Sportausrüstungen, um Training und Spielbetrieb sicherer zu machen. Hinzu kommt die inhaltliche und personelle Teilnahme an Traineraus- und Fortbildungen. Ergänzend sorgt das M-Arzt-Verfahren für neue Impulse im Sport, indem eine präventiv ausgerichtete medizinische Betreuung und hochwertige Behandlung verletzter Sportler durch den Mannschaftsarzt gewährleistet wird.

So unterstützt die VBG die Vereine nicht nur dabei, den Sport sicherer zu machen, sondern auch dabei, ihre Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung zu senken. Bei Veranstaltungen wie dem Symposium Hochleistungssport, das die VBG mit dem Unfallkrankenhaus in Berlin durchführt, und den regionalen Sportsymposien findet der Austausch zwischen Spitzensportlern, Fachmedizinern und Physiotherapeuten statt. In nationalen wie internationalen Fachmedien und –veranstaltungen verbreitet die VBG ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Empfehlungen zur Prävention im Sport. Weiterhin hat die VBG  Präventionsvereinbarungen mit dem Deutschen Fußball-Bund, der Handball-Bundesliga, der Deutschen Eishockey Liga, der Basketball-Bundesliga,der Trainierakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie weiteren Institutionen getroffen. Mit dem Prämienverfahren im Sport fördert die VBG ausgewählte Präventionsmaßnahmen in Sportunternehmen. Zudem zeichnet die VBG alle zwei Jahre Sportunternehmen aus, die sich mit besonderen Ideen für eine wirkungsvolle Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Gesundheit einsetzen.

Die Sportverbände haben die Möglichkeit, über die Finanzprüfung der Vereine bei der Lizenzierung dafür zu sorgen, dass nur die Vereine eine Zulassung bekommen, die die verursachten Kosten tragen können. Die VBG kommt Vereinen mit Zahlungsschwierigkeiten dadurch entgegen, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Ratenzahlung vereinbart werden kann. Die Sportvereine sind verpflichtet, die Beschäftigten und die gezahlten Entgelte korrekt zu melden, damit die VBG eine gerechte Beitragsberechnung durchführen kann. Im Sport ist es dabei besonders wichtig, auch die Sachzuwendungen nicht zu vergessen, denn auch sie gelten als Entgelt, zum Beispiel freie Wohnung und PKW.

Die VBG berät und betreut als gesetzlicher Unfallversicherungsträger ihre Mitgliedsunternehmen hinsichtlich der Durchführung von Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und zur Sicherstellung einer wirksamen Ersten Hilfe in den Unternehmen. Die Beratungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit erfolgen im Rahmen des gesetzlichen Auftrags der VBG und sind daher für die Vereine vom Mitgliedsbeitrag abgedeckt.

Sportvereine und VBG

Diese Seite

RSS