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Sportvereine und die VBG

Hamburg, April 2018

Die VBG ist die gesetzliche Unfallversicherung des bezahlten Sports. Im Gefahrtarif der VBG sind die hohen Belastungen aus dem Fußball in einer eigenen Gefahrtarifstelle gebündelt. Die Belastungen aller anderen Sportarten sind in einer zweiten Gefahrtarifstelle zusammengefasst.

Die einzelnen Gefahrklassen spiegeln das Gefährdungsrisiko einer Branche wider und bestimmen neben dem Beitragsfuß die Höhe des Beitrags. Die Sportunternehmen haben die Chance, durch wirksame Präventionsmaßnahmen die Belastungen selbst zu senken.

Es ist daher von großer Bedeutung, die Prävention im Sport weiter zu stärken. Sportunfälle sind kein Schicksal. Jeder Unfall, der verhindert werden kann, erspart nicht nur Leid, sondern auch weitere Kosten und damit Beiträge. Durch ein jährliches Monitoring der Entwicklung im Sport prüft die VBG die Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen.

1. Wie beurteilt die VBG das Gefährdungsrisiko des bezahlten Sports und wie wird der Beitrag berechnet?

Durch den Beitrag werden die Kosten, die durch die Unfälle von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern entstehen, solidarisch von allen Unternehmen getragen. Im Gefahrtarif wird das unterschiedliche Gefährdungsrisiko der bei der VBG versicherten Branchen berücksichtigt. Jedes Unternehmen wird seiner Gefahrtarifstelle mit der dafür berechneten Gefahrklasse zugeordnet. Der Gefahrtarif wird spätestens nach sechs Jahren neu aufgestellt und vom höchsten Selbstverwaltungsgremium der VBG, der Vertreterversammlung, beschlossen.

Im VBG-Gefahrtarif 2017 sind alle Sportunternehmen der Gefahrtarifstelle 12 zugeordnet. Die Gefahrtarifstelle 12 ist in drei Teil-Gefahrtarifstellen – Gefahrtarifstellen 12.1 bis 12.3 – gegliedert. In der Gefahrtarifstelle 12.1 sind die Sportunternehmen mit bezahlten Fußballspielerinnen und -spieler zusammengefasst, in der Gefahrtarifstelle 12.2 solche mit bezahlten Sportlerinnen und Sportlern aller anderen Sportarten, beispielsweise Basketball, Eishockey, Handball und Volleyball, sowie selbstständige Sportlerinnen und Sportler. In der Gefahrtarifstelle 12.3 sind Sportunternehmen mit abhängig Beschäftigten aufgeführt, die keine bezahlten Sportler und Sportlerinnen sind.

Die Beitragsberechnung erfolgt auf der Grundlage der Zuordnung der Entgelte zu den jeweiligen Teil-Gefahrtarifstellen. Wenn ein Sportunternehmen beispielsweise eine Fußballmannschaft mit bezahlten Sportlerinnen und Sportlern hat, meldet es deren Entgelte in der Teil-Gefahrtarifstelle 12.1. Die Entgelte bezahlter Handballspielerinnen und Handballspieler meldet der Verein in der Teil-Gefahrtarifstelle 12.2, die Entgelte der übrigen Versicherten, wie z. B. Beschäftigte in der Geschäftsstelle, sind der Teil-Gefahrtarifstelle 12.3 zuzuordnen.

Die Unfallgefahr im bezahlten Sport, insbesondere in Mannschaftssportarten, ist im Vergleich zu den anderen Branchen wesentlich höher. Während sich in Deutschland über alle Branchen durchschnittlich etwa ein Arbeitsunfall pro Arbeitsleben ereignet, können es im bezahlten Sport mehr als zwei Unfälle pro Jahr sein.

Seit dem 1. Januar 2013 entscheidet die VBG durch die zur Verfügung gestellten Daten der Sportunternehmen im Rahmen eines Statusfeststellungsverfahrens über den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, um den Freizeitsport eindeutig von der Sportausübung im Rahmen einer unfallversicherten und damit beitragspflichtigen Beschäftigung abzugrenzen. Damit wird für alle Beteiligten im Hinblick auf die Beurteilung des Unfallversicherungsschutzes der Sportlerinnen und Sportler und die sich hieran anknüpfenden Rechtsfolgen Klarheit geschaffen.

2. Wieso werden die Gefahrklassendes Sports angehoben?

Gegenüber dem Gefahrtarif 2011 sind die Unfallzahlen und Kosten rückläufig. Die Anzahl der Unfälle und somit auch die Kosten für Sportunfälle im bezahlten Sport sind aber weiterhin überproportional hoch. Daher werden die Gefahrklassen in den Gefahrtarifstellen 12.1 und 12.2 im Gefahrtarif 2017 weiterhin stufenweise an die tatsächlichen Belastungsverhältnisse herangeführt. Durch die stufenweise Anhebung der Gefahrklassen im Gefahrtarif wird verhindert, dass Sportunternehmen von übermäßigen Beitragssprüngen betroffen sind, sie gibt den Sportunternehmen finanzielle Planungssicherheit. Die Sportunternehmen profitieren von der Solidargemeinschaft der bei der VBG versicherten Branchen. Durch die stufenweise Anhebung der Gefahrklassen verringert sich die Belastung für die Solidargemeinschaft.

3. Wie lassen sich die Beitragskosten für Sportunternehmen senken?

Ansatzpunkt für geringere Beiträge ist eine Reduzierung der Unfälle im bezahlten Sport und der damit verbundenen Kosten für Rehabilitation und Entschädigung.

Die VBG bietet den Sportunternehmen umfangreiche Präventionshilfen an. Dazu zählen zum Beispiel Fachinformationen und Praxishilfen sowie Informationsmaterialien zu Trainingsmethoden und Sportausrüstungen, um das Training und den Spielbetrieb sicherer zu gestalten. Hinzu kommt die inhaltliche und personelle Teilnahme an Traineraus- und Fortbildungen. Ergänzend sorgt das M-Arzt-Verfahren für neue Impulse im Sport, indem eine präventiv ausgerichtete medizinische Betreuung und qualifizierte Behandlung verletzter Sportlerinnen und Sportler durch einen durch den Sportverein benannten und die VBG zugelassenen Mannschaftsarzt oder eine Mannschaftsärztin gewährleistet wird. Dies unterstützt die VBG mit Hinweisen zur praxisgerechten Diagnostik, Therapie und Entscheidungsfindung über den richtigen Zeitpunkt der Wiederaufnahme des sportlichen Wettbewerbs.

Bei Veranstaltungen wie dem Symposium Hochleistungssport, das die VBG in Kooperation mit dem Unfallkrankenhaus Berlin durchführt, und den regionalen Sportsymposien findet ein Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertreter aus Spitzensport, Fachmedizin und Physiotherapie statt. Weiterhin hat die VBG Präventionsvereinbarungen mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Eishockey Liga sowie weiteren Institutionen getroffen. Mit dem Prämienverfahren im Sport fördert die VBG ausgewählte Präventionsmaßnahmen in Sportunternehmen, z.B. die Präventivdiagnostik. Zudem zeichnet die VBG alle zwei Jahre Sportunternehmen aus, die sich mit besonderen Ideen für eine wirkungsvolle Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Gesundheit einsetzen.

Die Sportverbände haben die Möglichkeit, über die Finanzprüfung der Sportunternehmen während der Lizenzierung dafür zu sorgen, dass nur diejenigen eine Zulassung bekommen, die die (Sozialversicherungs-) Beiträge tragen können. Die VBG kommt den Sportunternehmen bei Zahlungsschwierigkeiten dadurch entgegen, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Ratenzahlung vereinbart werden kann. Für eine korrekte und gerechte Beitragsberechnung ist es im bezahlten Sport besonders wichtig, neben der Anzahl der Beschäftigten sowie deren gezahlten Entgelten, auch die Sachzuwendungen anzugeben, denn auch sie gelten als Entgelt, z.B. die kostenfreie Überlassung einer Wohnung oder eines Pkw.

Die VBG berät und betreut als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung ihre Mitgliedsunternehmen hinsichtlich der Durchführung von Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren und zur Sicherstellung einer wirksamen Ersten Hilfe in den Unternehmen. Die Beratungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit erfolgen im Rahmen des gesetzlichen Auftrags der VBG und sind daher für die Vereine vom Mitgliedsbeitrag abgedeckt.

Sportunternehmen und VBG

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