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Prävention

Ein Mann mit Gehörschutz verweist auf das entsprechende Symbol an der Maschine, an der er arbeitet.

Schwerpunkte der Prävention vor Ort

Die VBG bietet zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zielgenaue Leistungen und Maßnahmen an. Um innovative Prävention leisten zu können, werden alle Angebote auf die bei der VBG versicherten Branchen, Gewerbe und Themengebiete zugeschnitten. Für Tätigkeiten mit signifikant hohen Unfallquoten werden Themenschwerpunkte gebildet und spezielle Aktionen durchgeführt.

Schwerpunkte des Jahres 2016 waren:

  • Umsetzung der Strategie "Prävention 2025"
  • Betreuung von Sportvereinen, deren Mannschaftsärzte am Mannschaftsarzt-Verfahern der VBG teilnehmen
  • Steigerung des Bekanntheitsgrades des Prämienverfahrens
  • Durchführung des zweiten Teils der Überwachungsaktion „Flachglas“ in der Branche Glas/Keramik
  • Betreuung von Unternehmen der Schwerpunktbranchen der VBG mit mehr als 1.000 Beschäftigten
  • Realisierung des Datenaustausches im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)
  • Start der Präventionskampagne für die Branche Zeitarbeit "Sicherheit zählt!"
  • Durchfühung von AMS-Wiederholungsbegutachtungen

Präventionsfachkräfte aus den Bezirksverwaltungen haben 1.042 Betriebe besichtigt (im Vorjahr: 1.072 Betriebe). Die Unternehmen forderten 5.454 Besichtigungen selbst an (im Vorjahr: 5.776). Zu Themen im betrieblichen Arbeitsschutz fanden 88.123 Beratungen statt (im Vorjahr: 88.620). Es wurden insgesamt 11.492 Mängel im letzten Jahr festgestellt (im Vorjahr: 10.753). Die leicht rückläufigen Besichtigungszahlen sind darin begründet, dass 2016 die Anzahl der durch die Prävention vorgenommenen Berufskrankheitsermittlungen von 3.732 im Jahr 2015 auf 4.094 Ermittlungen angestiegen sind.

Wie im Vorjahr fanden zudem in allen GDA-Arbeitsprogrammen im Rahmen der Kernprozesse Besichtigungen und umfangreiche Betriebsbetreuungen statt.

2016 wurden 929 Betriebe betreut. Von den VBG-Präventionsexpertinnen und –experten wurden 691 Betriebe einmal besucht und zu einem der drei Arbeitsprogramme

  • Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich
  • Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung

beraten. 238 Betriebe wurden mehrfach besucht.

Überwachungsaktion in der Branche Be- und Verarbeitung von Flachglas

Die im Jahr 2015 gestartete Überwachungsaktion „Flachglas“ konnte im letzten Jahr abgeschlossen werden. Insgesamt wurden in den beiden Jahren von den VBG-Aufsichtspersonen 132 Unternehmen mit einer hohen Unfallquote besichtigt, davon 103 Unternehmen wiederholt im Rahmen einer Zweiterhebung.

Neben der Überprüfung der Organisation des Arbeitsschutzes lag der Fokus bei den Erstbesichtigungen auf der Durchführung und Qualität der Gefährdungsbeurteilung, der sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung, auf der Ermittlung von Unfallschwerpunkten sowie der Auswahl und Benutzung von geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung. Auf dem Würzburger VBG-Forum 2016 fand begleitend dazu ein Erfahrungsaustausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern zum Thema Schnittschutzhandschuhe zum sicheren Handling von Flachglas statt.

Bei den Zweitbesichtigungen im Jahr 2016 lag der Schwerpunkt der Beratung bei den Gefährdungen durch unzureichende Verkehrswege, bewegte Transportmittel und Schichtarbeit. Außerdem wurden Betriebe, die Flachglas be- und verarbeiten, auf relevante Informations- und Qualifizierungsangebote der VBG (Medien, Seminare, Prämienverfahren) hingewiesen. Dazu wurde ein spezieller Seminar-Flyer überreicht. Aufgrund der Erkenntnisse aus der ersten Phase der Aktion konnten die Aufsichtspersonen den Unternehmen bei der Zweiterhebung gezielte Empfehlungen zu geeigneten Schnittschutzhandschuhen und eine Checkliste zur Ermittlung von Unfallursachen zur Verfügung stellen. Parallel dazu wurden Gefährdungen durch spezielle Gefahrstoffe bei der Herstellung und Abdichtung von Isolierglas ermittelt und die verwendeten Stoffe hinsichtlich ihres Gefahrenpotenzials ausgewertet.

Alle bei der Aktion gewonnenen Informationen sollen in ein für Flachglasbe- und -verarbeitende Unternehmen speziell zugeschnittenes Qualifizierungs- und Informationsangebot einfließen. Bereits im Oktober letzten Jahres konnte die VBG auf der Glasstec in Düsseldorf auf ihrem Messestand erste Beratungs- und Informationsangebote, zum Beispiel über den sicheren Umgang mit Glaslagereinrichtungen, präsentieren.

Präventionsrelevante Messen und Veranstaltungen

2016 hat die VBG auch auf eigenen Veranstaltungen und bei Messen die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vermittelt. Bei 26 Veranstaltungen wurden Besucher an den Ständen der VBG in insgesamt 5050 Gesprächen zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit beraten. Da bestimmte Vor-Ort-Termine in der Statistik seit 2016 nicht als Veranstaltungen, sondern als Beratungstermine ausgewiesen werden, sind die Zahlen nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

Qualifizierung – Das Angebot der VBG

Die Seminare und E-Learning-Programme im Internet wurden auch 2016 gut genutzt. Die Zahl der Teilnehmertage lag bei etwa 90.250 in den AkademienStorkau, Gevelinghausen, Lautrach, Dresden und Untermerzbach und somit etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Es gelingt der VBG in hohem Maße auch neue Kunden mit den Qualifizierungsangeboten anzusprechen. So nahmen 2016 etwa 37 Prozent der Teilnehmenden erstmals ein Seminarangebot bei der VBG wahr. 27 Prozent der Teilnehmenden kamen aus Mitgliedsunternehmen, die erstmals Beschäftigte in Seminare der VBG entsendet haben. 43 Prozent der Teilnehmer kamen aus kleinen und mittleren Unternehmen. Den betrieblichen Nutzen und die Durchführungsqualität der Seminare beurteilten die Teilnehmenden auch weiterhin durchweg äußerst positiv.

Neue Qualifizierungsangebote

Insbesondere für die Schwerpunktbranchen der Prävention wurden neue Qualifizierungsangebote entwickelt. Im Bereich Sport haben die Mannschaftsärzte ihre Ausbildung zum VBG-M-Arzterfolgreich abgeschlossen. Das Pilotprojekt sieht vor, dass die M-Ärzte nach zwei Jahren eine Fortbildung nachweisen müssen.

In der Zeitarbeit wurde die zweistufige Ausbildung der Personaldienstleistungsfachwirte gut aufgenommen. In einem ersten Seminar erwerben die Teilnehmenden die Kompetenzen zur Integration von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit an einem Fallbeispiel zum Aufbau einer neuen Niederlassung. Das zweite Seminar legt den Fokus auf das Führen einer Niederlassung. Hier werden die Themen Verantwortung, Unternehmensführung, Sicherheit, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit, Personalführung und Präventionskultur sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bearbeitet.

Für die Kreditinstitute wurden konkrete Hilfen für die Unterweisung zum Thema Deeskalation entwickelt. Das neue E-Learning-Angebot „Wenn es hier passiert“ ist um entsprechende Unterweisungshilfen in Form von vier erklärenden Videos zur Deeskalation ergänzt.

Im Bereich Arbeitsmedizin wurde für Führungskräfte und Beauftragte für das Gesundheitsmanagementsystem ein Seminar entwickelt. Das Seminar „Stressprävention systematisch angehen“ wurde überarbeitet, um organisationale Möglichkeiten zur Stressprävention in Unternehmen noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Im Sinne des didaktischen Ansatzes KoSiG (Kompetenzbildung für Sicherheit und Gesundheitsschutz) ist zugleich vorgesehen, dass die Teilnehmenden so weit wie möglich an der Situation des eigenen Unternehmens arbeiten.

Die Ausbildung für Sicherheitsbeauftragte wurde noch stärker auf die Unterstützung der Handlungskompetenz ausgerichtet.

Informationen und Praxishilfen

Die Kunden der VBG haben 2016 insgesamt 594.856 Informationsbroschüren und andere Medien bestellt. Neu oder in überarbeiteter Version wurden im vergangenen Jahr folgende Produkte herausgegeben:

Prämienverfahren:   

  • Prämienkataloge für die teilnehmenden Branchen:

    o   Sicherheitsunternehmen,

    o   Sportunternehmen,

    o   Tierschutz, -pflege, -zucht und -dressur,

    o   Zeitarbeit,

    o   Glasindustrie, Grobkeramik, Feinkeramik

    o   Bahnen und Bahndienstleistungen, Kraftfahrtbetriebe

Arbeitsschutzorganisation:

  • Praxis-Checks und zugehörige Unterweisungshilfen für 14 Branchen (Anwälte, Architekturbüros, Datenverarbeitung, Unternehmen der Hausbesorgung, Immobilien-Verwaltungen, Ingenieurbüros, Makler, Reisebüros, Steuerberater, Tierheime, Unternehmen der Datenerfassung, Unternehmensberatung, Versicherungsagenturen, Werbe- und Medienunternehmen)
  • „Arbeitsmedizinische Aspekte bei beruflichem Kontakt mit Geflüchteten“, DIN A4 Infoblatt aus der Reihe VBG-Fachwissen

Bildschirm- und Büroarbeit:

  • „Software nutzerfreundlich einstellen und gestalten“ aus der Reihe VBG-Praxis-Kompakt
  • „Gesund arbeiten am PC“ aus der Reihe VBG-Info

Bildungseinrichtungen:

  • „Bildungseinrichtungen – Den Einsatz von Teilnehmenden in Praktikums- und Kooperationsbetrieben sicher organisieren“, Kurz-Check und Praxishilfen aus der Reihe VBG-Praxis-Kompakt

Erste Hilfe:

  • „Erste Hilfe + Brandschutz – Das Wichtigste auf einen Blick“ aus der Reihe VBG-Praxis-Kompakt

Gesundheit im Betrieb:

  • „Betriebliches Eingliederungsmanagement mit System: Ein VBG-Beratungsangebot für Unternehmen“ aus der Reihe VBG-Info
  • „GMS – Gesundheit mit System – Leitfaden für ein betriebliches Gesundheitsmanagement“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • „Arbeit und Gesundheit – Gemeinsam für Beschäftigungsfähigkeit und Erfolg“, Broschüre zum Präventionskonzept Arbeit und Gesundheit

Glas/Keramik:

  • Fachinformationsblatt „Hinweise für den Schutzhandschuhgebrauch“
  • Fachinformationsblatt „Hohlglasveredelung: Arbeits- und Gesundheitsschutz“
  • Fachinformationsblatt „Einsatz von Persönlicher Schutzausrüstung“
  • Fachinformationsblatt „Alleinarbeit“
  • Best-Practice-Beispiel Nr. 7 „Minimierung der Staubbelastung beim weißputzen von Sanitärkeramik“
  • „Gefährdungen durch nitrose Gase bei der Hohlglasbearbeitung – Gesundheitsschutz“ aus der Reihe VBG-Fachwissen

ÖPNV/Bahnen:

  • „Innenreinigung für Eisenbahnfahrzeuge“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • Warnkreuz SPEZIAL Nr. 41 – Sicherheit und Gesundheit im Eisenbahnverkehr: Züge fahren und begleiten
  • Warnkreuz SPEZIAL Nr. 11 Sicherheit bei Anschlussbahnen: Aufgaben des Anschlussinhabers und des Eisenbahnbetriebsleiters
  • Warnkreuz SPEZIAL Nr. 1 "Arbeiten im Bereich von Gleisen: Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten an der Infrastruktur
  • "VBG-Fachwissen Elektromobilität – Arbeiten an Omnibussen mit Hochvoltsystemen – Leitfaden für ein betriebliches Konzept mit 7 Muster-Betriebsanweisungen, 3 Muster-Checklisten, 8 Muster-Gefährdungs-beurteilungen, 11 Praxishilfen
  • VBG-Fachwissen „Lärmschutzmaßnahmen für Triebfahrzeugführer und Lokrangierführer
  • “Moderatorenordner „Es geht auch anders – Konfliktbewältigung in Bahn und Bus mit Lernprogramm und Teilnehmerunterlage
  • Aktualisierung Lernprogramm „Sucht: Erkennen – Handeln – Helfen“
  • Aktualisierung Lernprogramm „Sicheres Arbeiten an Oberleitungen im Nahverkehr“
  • Aktualisierung DVD „Sicherheit und Gesundheit – Informationen und Regelwerke für Verkehrsunternehmen

Sicherungsdienstleistungen:

  • „Sicherheitsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen in Unterkünften für Geflüchtete“, Faltblatt aus der Reihe VBG-Info

Tierhaltung:

  • „Anforderungen an Verriegelungseinrichtungen in Gehegen der Sicherheitsstufe III (Tipps zur Einführung eines erweiterten Sicherheitskonzepts)“ aus der Reihe VBG-Fachwissen

Zeitarbeit:

  • Fragebögen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit inklusive Fachinformationen für Personalentscheidungsträger:

    o   FB 1 Lager und Transport (Helfer/in)

    o   FB 2 Produktion (Helfer/in)

    o   FB 20 Flurgesteuerte Krane

    o   FB 15 Lackierer/in, Spritzlackierer/in

    o   Neu: FB 25 Sicher unterwegs

    o   Neu: FB 1 Lager und Transport (Helfer/in) als eigene Online-Version in einfacher Sprache (leicht lesbar für Zielgruppe Nicht-Deutsch als Muttersprache)

Präventionskampagnen

Im März 2016 startete die Präventionskampagne „Sicherheit zählt!“. Die Kampagne richtet sich direkt an junge, männliche Zeitarbeiter, die für Helfertätigkeiten eingesetzt werden, da hier ein Schwerpunkt des Unfallgeschehens liegt. Ohne erhobenen Zeigefinger sensibilisiert die Kampagne für Gefahren und motiviert zu sicherheitsgerechtem Verhalten. In der ersten Kampagnenstufe konnte die Zielgruppe durch Abgabe von Erfahrungen und Tipps an einem Gewinnspiel teilnehmen, die besten Tipps wurden auf der Kampagnen-Webseite veröffentlicht. Im November begann die zweite Kampagnenstufe mit der erfolgreichen App „Rette Murphy“. Sie vermittelt auf spielerische Art, wie wichtig das Thema Sicherheit am Arbeitsplatz für jeden Einzelnen ist. Die Kampagne wird bis Ende 2017 mit weiteren Elementen fortgeführt.

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