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VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung (Link zur Startseite)

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Prävention

ie Eine Person erklärt einer Gruppe die Funktion einer Maschine.

Schwerpunkte der Prävention vor Ort

Die VBG bietet zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zielgenaue Leistungen und Maßnahmen an. Um innovative Prävention leisten zu können, werden alle Angebote auf die bei der VBG versicherten Branchen, Gewerbe und Themengebiete zugeschnitten. Für Tätigkeiten mit signifikant hohen Unfallquoten werden Themenschwerpunkte gebildet und spezielle Aktionen durchgeführt.

Schwerpunkte des Jahres 2015 waren:

  • Erstellung eines betriebswirtschaftlichen Kennzahlentools für Unternehmen: Wie rechnet sich Arbeitsschutz für Unternehmen?
  • Durchführung einer Überwachungsaktion „Flachglas“ in der Branche Glas/Keramik
  • Erarbeitung einer Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Überfallprävention“ einschließlich der dazugehörigen DGUV-Regeln für Kreditinstitute und Spielstätten
  • Entwicklung des Präventionskonzeptes „Arbeit und Gesundheit“
  • Ausbau arbeitspsychologischer Kompetenzen in den Bezirksverwaltungen
  • Fortführung der Präventionskampagne „Sei kein Dummy“ zur Prävention von Sportverletzungen im Fußball
  • Abschluss der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“
  • Entwicklung der Strategie „Prävention 2025“

Präventionsfachkräfte aus den Bezirksverwaltungen haben 1.072 Betriebe besichtigt (im Vorjahr: 1.748 Betriebe). Die Unternehmen forderten 5.776 Besichtigungen selbst an (im Vorjahr: 6.644). Zu Themen im betrieblichen Arbeitsschutz fanden 88.620 Beratungen statt (im Vorjahr: 99.568). Es wurden insgesamt 10.753 Mängel im letzten Jahr festgestellt (im Vorjahr: 12.865). Da die branchenbezogene Überwachungsaktion Spielstätten 2014 endete, sind die Zahlen insgesamt rückläufig. Zudem wurden aufgrund anderer Prioritäten, wie zum Beispiel der Betreuungen im Rahmen von GDA-Kernprozessen in den drei Arbeitsprogrammen, weniger Unfalluntersuchungen durchgeführt.

2015 wurden im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) 887 Betriebe betreut. 767 Betriebe wurden von den VBG-Präventionsexpertinnen und -experten einmal besucht und zu den drei Arbeitsschutzprogrammen beraten:

  • Verbesserung der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Verringerung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich
  • Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung.

120 Betriebe wurden mehrfach besucht.

Überwachungsaktion in der Zeitarbeit

Die VBG hat gezielt 96 Zeitarbeitsunternehmen mit hoher Unfalllast ausgewählt und sie in den Jahren  2013 bis 2015 besonders betreut. Diese Überwachungsaktion wurde von allen Bezirksverwaltungen der VBG in zahlenmäßig annähernd gleichen Maßen durchgeführt. Die Überlassungsbereiche der Zeitarbeitsunternehmen teilen sich im Wesentlichen so auf: 49 der 96 besuchten Zeitarbeitsunternehmen setzten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Helferbereich ein. In 53 der 96 Zeitarbeitsunternehmen wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eher in der Industrie als im Handwerk eingesetzt.

Häufigstes Unfallszenario waren Stolper- und Sturzunfälle, darüber hinaus gab es verhältnismäßig viele Augen- und Schnittverletzungen. Einen erheblichen Anteil nahmen auch Verletzungen im Zusammenhang mit der Bedienung von Maschinen und mit dem Umgang von Flurförderzeugen ein.

Während der Besuche haben die Aufsichtspersonen die Umsetzung des Arbeitsschutzes analysiert. Im Anschluss daran wurden Maßnahmen zur Verbesserung im Bereich der Organisation des Arbeitsschutzes festgelegt. Das betraf die sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung, die Qualifikation und den Einsatz der Personalentscheidungsträger sowie das Dokumentationswesen, als Anleitung zur Optimierung der Beurteilung der Arbeitsbedingungen, wie z.B. die Gefährdungsbeurteilung. Einige Unternehmen schlossen in Folge der VBG-Beratungen neue Verträge mit Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit ab. Viele der Personalverantwortlichen nahmen schon während der Überwachungsaktion an den Qualifizierungsmaßnahmen der VBG teil. Ebenso wurden die Akzeptanz und die Umsetzung des Dokumentationswesens in der Branche Zeitarbeit verbessert.

Messen und Veranstaltungen

An 231 Messen und Veranstaltungen nahm die VBG teil (im Vorjahr: 259 Messen und Veranstaltungen). An den Ständen der VBG wurden die Besucher in 11.633 Gesprächen beraten (im Vorjahr: 16.826 Beratungen).

Qualifizierung – Das Angebot der VBG

Die Seminare und E-Learning-Programme im Internet wurden auch 2015 gut genutzt. Die Zahl der Teilnehmertage lag bei etwa 91.000 in den AkademienStorkau, Gevelinghausen, Lautrach, Dresden und Untermerzbach und somit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Es gelingt der VBG in hohem Maße auch neue Kunden mit den Qualifizierungsangeboten anzusprechen. So waren 2015 etwa 37 Prozent der Teilnehmenden Neukunden, die erstmals ein Seminarangebot bei der VBG wahrnahmen. 27 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Mitgliedsunternehmen, die erstmals Beschäftigte in Seminare der VBG entsendet haben. 44 Prozent der Seminarteilnehmer kamen aus kleinen und mittleren Unternehmen. Den betrieblichen Nutzen und die Durchführungsqualität der Seminare beurteilten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch weiterhin durchweg äußerst positiv.

Neue Qualifizierungsangebote

Seminarreihe für Personaldienstleistungsfachwirte in Zeitarbeitsunternehmen
Es wurde eine zweiteilige Seminarreihe konzipiert, die terminlich jeweils auf die Abschlussprüfungen bei den Industrie- und Handelskammern abgestimmt ist. Das Konzept orientiert sich an der Prüfungsverordnung des Bundesbildungsministeriums.

Kompaktseminar für Mannschaftsärzte im Sport
Das eintägige Seminar, das Bestandteil der Zertifizierung der M-Ärzte ist, wurde im Sinne eines ganzheitlichen sportmedizinischen Ansatzes konzipiert. 

E-Learning für Kreditinstitute
Das neue multimediale Angebot für Kreditinstitute „Damit es hier nicht passiert“ wurde fertiggestellt und steht online auf der VBG-Website zur Verfügung.

Fortbildung für Sicherungsdienstleistungen
Die Fortbildung für Sicherheitskontrolleure zum Thema Verkehrssicherheit wurde entwickelt. Aspekte der (Verkehrs-)Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl in die Prozesse der Auftragsabwicklung von Sicherungsdienstleistungen als auch in die übergreifenden Prozesse und Strukturen auf betrieblicher Ebene in den Unternehmen der Branche wurden damit integriert. 

Unterweisungshilfe für die Zeitarbeit
Die bislang nur als CD-ROM vorhandene umfangreiche Unterweisungshilfe für die Zeitarbeit wurde inhaltlich aktualisiert und technisch komplett erneuert und steht jetzt auch im Internet zur Verfügung.

Psychische Belastungen im Betrieb
Anknüpfend an die Broschüre „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – Handlungshilfe für die betriebliche Praxis“ aus der Reihe VBG-Fachwissen wurde ein dreitägiges Seminar konzipiert. Es unterstützt Unternehmen dabei, bei der  Beurteilung der Arbeitsbedingungen die psychischen Belastungen bei der Arbeit zu berücksichtigen.

Informationen und Praxishilfen

Die Kunden der VBG haben 2015 insgesamt 576.217 Informationsbroschüren und andere Medien bestellt. Neu oder in überarbeiteter Version wurden im vergangenen Jahr folgende Produkte herausgegeben:

Arbeitsschutzorganisation:

  • Der SIB-Rechner, ein neues Werkzeug, mit dem sich schnell und einfach die empfohlene Anzahl der zu bestellenden Sicherheitsbeauftragten ermitteln lässt
  • Handlungshilfe „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • VBG-Praxis-Kompakt „Praxis Unterweisung und Kommunikation“
  •  „Arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchung (Tipps für die betriebliche Praxis)“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • Ergebnisbericht „Return on Prevention 2.0, Kosten und Nutzen von Arbeitsschutzmanagementsystemen für Unternehmen“ aus der Reihe VBG-Fachwissen

Arbeitsstätten:

  • Checkliste für die Praxis im Unternehmen „Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen“

Zeitarbeit:

  • VBG-Info „Zeitarbeit – Seminare und Medien“

Kirchen:

  • „Sicherheit und Gesundheit in der Kirchengemeinde – Schritt für Schritt – Ein Leitfaden für Verantwortliche“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • VBG-Praxis-Kompakt „Bau- und Instandhaltungsarbeiten mit Ehrenamtlichen in der Kirchengemeinde“

ÖPNV/Bahnen:

  • „Sicheres Verhalten betriebsfremder Personen im Gleisbereich von Eisenbahnen“ aus der Reihe VBG-Fachwissen
  • Online-Praxishilfe „Anforderungen des Arbeitsschutzes an Eisenbahnfahrzeuge“

 Glas/Keramik:

  • Fachinformationsblatt „Handlungsanleitung für Tätigkeiten mit Aluminiumsilikatfasern in der Branche Glas/Keramik“
  • Broschüre „Gib dem Staub keine Chance! – Zehn goldene Regeln zur Staubbekämpfung“

Sport:

  • Ordner „Diagnostik & Betreuung im Fußball“ (Leistungsdiagnostik und Verletzungsprävention)
  •  „Return-to-Competition – Testmanual zur Beurteilung der Spielfähigkeit nach Ruptur des vorderen Kreuzbands“ aus der Reihe VBG-Fachwissen

Präventionskampagnen

Von 2013 bis 2015 fand die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ statt. Die Präventionskampagne bestand aus einer gemeinsamen, trägerübergreifenden Dachkampagne, die von der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gesteuert wurde, und einer branchenbezogenen und zielgruppenorientierten Trägerkampagne, an der auch die VBG teilgenommen hat.

Ziele der VBG waren unter anderem:
-        die Erhöhung der Anzahl der Betriebe mit ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen und -abläufen,
-        die Erhöhung der individuellen Gesundheitskompetenz sowie
-        die Erhöhung der Anzahl der Versicherten, die Präventionsangebote mit Bezug auf Rückenbelastungen oder Rückenbeschwerden wahrnehmen.

Das Interesse der Unternehmen an den VBG-Angeboten war sehr groß. 4.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an Seminaren teil, in denen die Rückenprävention ein wesentlicher Inhalt war. In den Unternehmen fanden zirka 2.500 Beratungsgespräche statt. 500 Gesundheitstage wurden mit 20.000 Informationsgesprächen vor Ort unterstützt. Etwa 750.000 kampagnenrelevante Medien wurden nachgefragt.

In einer Befragung haben 36 Prozent der antwortenden Unternehmer angegeben, dass im Rahmen der Kampagne Aktionen und Maßnahmen durchgeführt wurden. 63 Prozent kennen die zentrale VBG-Kampagnenbroschüre und 58 Prozent die VBG-Kampagnenwebsite. An der Befragung haben zu 52 Prozent Unternehmen aus Kleinbetrieben bis neun Beschäftigte teilgenommen.

Die Präventionskampagne der VBG „Sei kein Dummy“ wurde im Jahr 2015 ebenfalls weitergeführt. Die Kampagne soll dazu beitragen, die Zahl der Verletzungen im bezahlten Fußball zu reduzieren und spricht deshalb die Kernzielgruppen Trainer, Spieler, Betreuer und die Vereinsverantwortlichen in den Ligen vier bis sechs an. Die wichtigste Botschaft der Kampagne: Sportunfälle sind kein Schicksal! Verletzungen haben bestimmte Ursachen, denen oft wirksam begegnet werden kann –zum Beispiel mit präventionsorientiertem Training.

Die Präventionsbotschaft der Kampagne wurde auch während der drei Symposien „Prävention im Fußball“ vor jeweils rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Allianz-Arena in München, in der HDI-Arena in Hannover und in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen transportiert.

Zur Mitmachaktion Safety League für Sportvereine meldeten sich rund 50 Mannschaften an. Informationen zur Kampagne wurden über die Websites www.sein-kein-dummy.de und www.safety-league.de, im VBG-Kundenmagazin Certo, Anzeigen, dem Kampagnen-Newsletter, der mittlerweile rund 600 Abonnenten erreicht, sowie durch Beiträge in der App für Nachwuchsfußballer verbreitet.

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