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Rehabilitation und Entschädigung

Ein Mann macht Sportübungen unter der Aufsicht einer Ärztin im Rahmen der Rehabilitation.

Ausgaben für Rehabilitation und Renten

Ausgaben für Rehabilitation und Renten

Die VBG hat 2015 für die Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Versicherten sowie für Renten insgesamt 970,7 Mio. Euro und damit 2,1 Prozent mehr ausgegeben als im Vorjahr (950,7 Mio. Euro). Dabei sind die Ausgaben für Heilbehandlung und Rehabilitation um 1,1 Prozent (rund 5,3 Mio. Euro) und die Ausgaben für Renten um 3,2 Prozent (rund 14,7 Mio. Euro) gestiegen.

Der Anstieg der Ausgaben für Heilbehandlung und Rehabilitation beruht insbesondere auf Preissteigerungen, z. B. bei den Gebührensätzen für Krankengymnastik und Physikalische Therapie, sowie auf Erhöhungen bei den Tarifverdiensten. Bei den gestiegenen Ausgaben für Renten wirkt sich die Rentenanpassung des Jahres 2015 aus (Westdeutschland: +2,1 Prozent, Ostdeutschland: +2,5 Prozent).

Ausgaben für Rehabilitation und Renten (Mio. Euro)

Ausgaben für Rehabilitation und Renten (Mio. Euro)
JahrRehabilitationRenten*
2015505,1465,6
2014499,8450,9

* einschließlich Feststellungskosten

Ausgaben für Rehabilitation und Renten 2015

Eine Aufgliederung der Leistungen für die Heilbehandlung und Rehabilitation nach verschiedenen Leistungsarten ist der folgenden Grafik zu entnehmen. Die Ausgaben für die medizinische Rehabilitation enthalten die Aufwendungen für die ambulante und stationäre Heilbehandlung und Rehabilitation sowie für Zahnersatz. In der Summe der ergänzenden Leistungen zur Heilbehandlung sowie der sozialen Rehabilitation und Pflege sind auch die Sozialversicherungsbeiträge beim Bezug von Verletztengeld und Fahrtkosten enthalten.

Ausgaben 2015 für die Rehabilitation (in Mio. Euro)

Ausgaben 2015 für die Rehabilitation (in Mio. Euro)
berufliche
Rehabilitation
ergänzende Leistungen zur
Heilbehandlung, sozialen Rehabilitation
und Pflege
Verletztengeld und besondere
Unterstützung
medizinische
Rehabilitation
15,290,988,1310,9

Ausgaben 2015 für die Rehabilitation

Rentenbestand

Ist die Erwerbsfähigkeit der Versicherten infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit wegen der Schwere der gesundheitlichen Auswirkung und der Dauer wesentlich gemindert, leistet die VBG als Entschädigung eine Verletztenrente. Tritt infolge des Versicherungsfalls der Tod ein, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf Hinterbliebenenrente.

Rentenbestand

Rentenbestand
JahrVerletztenrentenHinterbliebenen-
renten
Gesamt
201557.0817.32364.404
201456.9847.45864.442

Rentenbestand 2015

Erstmals gewährte Unfallrenten (Anzahl)

Neue Unfallrenten
JahrRenten aus ArbeitsunfällenRenten aus WegeunfällenGesamt
20152.2739253.198
20142.2159353.150

Erstmals gewährte Unfallrenten 2015

Unfallzahlen

Trotz guter Wirtschaftslage und steigenden Beschäftigtenzahlen in einigen Schwerpunktbranchen der VBG sind die Zahlen der registrierten und meldepflichtigen Unfälle insgesamt stabil. Prävention und der steigende Stellenwert von Arbeitsschutzmanagementsystemen in den Betrieben der VBG zeigen zunehmend ihre Wirkung.

Arbeits- und Wegeunfallstatistik

Arbeits- und Wegeunfallstatistik
JahrRegistrierte Unfälle insgesamtMeldepflichtige Arbeitsunfälle*Meldepflichtige Wegeunfälle*
2015483.255147.15636.984
2014486.809147.78236.300

* Meldepflichtige Unfälle: Tödliche Unfälle oder Unfälle, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen verursachen.

Meldepflichtige Unfälle nach Versichertenart

Meldepflichtige Unfälle nach Versichertenart
JahrBeschäftigte und freiwillig versicherte UnternehmerLernende und Teilnehmende an arbeitsmarktpolitischen MaßnahmenRehabilitandenSonstige Versicherte *Summe
2015135.9697.75747.1051.569192.400
2014134.0449.27647.6301.551192.501

* z. B. pflicht- und freiwillig versicherte Ehrenamtsträger

Anerkennung von Berufskrankheiten

Die Berufskrankheiten-Verordnung regelt, welche Krankheiten als Berufskrankheiten anzuerkennen sind. Es sind nur solche Krankheiten aufgeführt, die nach gesicherten medizinischen Erkenntnissen durch besondere berufliche Einwirkungen verursacht werden und denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung.

Die VBG hat im vergangenen Jahr 4.254 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit erhalten (Vorjahr: 4.071).

Im gleichen Zeitraum wurden 3.501 Fälle entschieden (Vorjahr: 3.583 Fälle). Bei diesen bestätigte sich in 1.725 Fällen der Verdacht auf eine Berufskrankheit (Vorjahr: 1.817 Fälle).

In 186 Fällen waren die Krankheitsfolgen so schwer, dass es zu einer Rentenzahlung kam (Vorjahr: 217 Fälle). Davon entfielen 95 Fälle auf Erkrankungen durch anorganische Stäube wie Asbest und Quarz.

In 520 Fällen kam es zu einer Anerkennung ohne Rente. Davon waren 298 Fälle auf Lärmschwerhörigkeit und 67 Fälle auf Erkrankungen durch anorganische Stäube zurückzuführen.

In weiteren 1.019 Fällen wurden Erkrankungen mit beruflicher Verursachung, aber ohne Vorliegen der versicherungsrechtlichen Untervoraussetzungen, festgestellt. Es handelt sich bei diesen Fällen fast ausschließlich um Hautkrankheiten (1.007 Fälle). Bei ihnen ist damit gleichzeitig der Verbleib im Beruf dank erfolgreicher Sekundärprävention, vor allem mit Hautschutzmaßnahmen, dokumentiert. Denn die versicherungsrechtliche Untervoraussetzung bei der Hautkrankheit nach Berufskrankheiten-Nummer 5101 ist der Zwang zur Unterlassung aller Tätigkeiten, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.

Ursachen der anerkannten Berufskrankheiten (Anzahl 2015)

Ursachen der anerkannten Berufskrankheiten (Anzahl 2015)
BerufskrankheitenAnzahl 2015
Krankheiten durch mechanische Einwirkungen (z. B. durch langjähriges Tragen oder Heben schwerer Lasten) 67
Lärm315
Durch Infektionserreger oder Parasiten verursachte Krankheiten sowie Tropenkrankheiten39
Anorganische Stäube (z. B. Asbest, Quarz)162
Hautkrankheiten1.084
Sonstiges58

Ursachen der anerkannten Berufskrankheiten Anzahl 2015

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