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Prävention macht stark – auch den Rücken

Auf dem XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit hat Dr. Thomas Nauert - alternierender Vorsitzende der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz - das Arbeitsprogramm MSE vorgestellt.

Handlungsfelder des Arbeitsprogramms MSE

Mit diesem Programm unterstützt die Initiative von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern Betriebe und Unternehmen dabei, Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlicher zu gestalten und Beschäftigte in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken. Das Startsignal für die betriebliche Umsetzung gab Nauert gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie dem Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt in Hannover.

Muskel-Skelett-Erkrankungen in der Arbeitswelt

Seit Jahren führen Muskel-Skelett-Erkrankungen die Statistiken der Arbeitsunfähigkeitstage an und sind damit ein enormer Kostenfaktor für Unternehmen und Sozialversicherungsträger. Deswegen sei es Ziel des Programmes, die arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen in diesem Bereich zu verringern. Dabei setzt das Arbeitsprogramm MSE auf zwei Ebenen an: Zum einen an der Präventionskultur in den Betrieben sowie an der Förderung des gesundheitsgerechten Verhaltens der Beschäftigten.

Konkrete Zielsetzungen

Konkret soll mit dem Arbeitsprogramm beispielsweise erreicht werden, dass mehr Betriebe mit ergonomisch optimierten Arbeitsplätzen, -stätten und -abläufen ausgestattet sind und mit einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) arbeiten. Darüber hinaus wird angestrebt, die Arbeitsorganisation und Führungskompetenz in den Betrieben mit Blick auf die Prävention zu verbessern. Vor allem sollen mehr und bessere Gefährdungsbeurteilungen zu physischen und psychischen Belastungen durchgeführt werden. Nicht zuletzt will das Arbeitsprogramm erreichen, dass mehr Beschäftigte von den betrieblich geförderten MSE-Präventionsangeboten profitieren, um ihre Gesundheitskompetenz zu verbessern. 

Praktische Lösungsangebote

Um die betrieblichen Akteure umfassend zu informieren, werden die Aufsichtsdienste der GDA-Träger von September 2014 bis Ende 2017 mehr als 16.000 Betriebe mit dem Fokus auf Muskel-Skelett-Erkrankungen besichtigen.

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