Navigation und Service

VBG - Ihre gesetzliche Unfallversicherung (Link zur Startseite)

Bereichsmenu Mitdenken 4.0

Was können Beschäftigte tun, um im Homeoffice sicher und gesund zu arbeiten?

Frau sitzt im Homeoffice am Schreibtisch vor ihrem Notebook und telefoniert mit dem Smartphone.

Tipp 1: Blickwinkel lassen sich verändern – eine Krise als Chance

  • Jede Krise bringt auch eine Chance mit sich. Welche steckt in der aktuellen Situation?

  • Stress entsteht durch den Verlust von Kontrolle. Im Homeoffice werden hohe Anforderungen an Ihre Selbstorganisation gestellt. Behalten Sie die Kontrolle und treffen Sie Entscheidungen, wie Sie Ihre Aufgaben abwechslungsreich gestalten und erreichen können. Nutzen Sie den Ihnen anvertrauten Handlungsspielraum.

  • Nicht alle Tätigkeiten sind gleichermaßen gut für das Homeoffice geeignet. Sofern Sie die Möglichkeit haben, nutzen Sie frei gewordene Zeiten für Aufgaben, die schon lange erledigt werden wollen, zum Aufräumen oder zur persönlichen Weiterbildung.

  • Wer den Sinn in seiner Arbeit erkennt, lebt nachweislich gesünder. Macht etwas Sinn, dann ist es uns Wert, Aufwand und Energie darin zu investieren. Denken Sie daran: Mit Ihrer Tätigkeit im Homeoffice leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um die Gesellschaft vor einer rasanten Ausbreitung des Corona-Virus zu schützen. Vielen Dank!

 

Tipp 2: Geben Sie Ihrem Tag eine klare Struktur

  • Um sich auf den Arbeitstag einzustimmen, hilft es, sich kleine Routinen zu schaffen. Der Weg zur Arbeit fällt weg, aber wie wäre es mit einem tiefen Atemzug frischer Luft am offenen Fenster? Zusätzlich kann Ihnen Bürokleidung dazu verhelfen, die passende innere Haltung für den Arbeitstag zu generieren und besser vom privaten Alltag zu trennen.

  • Versuchen Sie, Störungen und Unterbrechungen während der Arbeit möglichst zu vermeiden. Je störungsfreier Sie arbeiten können, umso weniger Arbeitsunterbrechungen belasten Sie, die auf längere Sicht zu negativer Beanspruchung führen. Ist es nicht möglich, durchgängig störungsfrei zu arbeiten, blocken Sie sich hierfür zumindest drei Timeslots, in denen Sie Störungen und Unterbrechungen bewusst verhindern.

  • Besprechen Sie mit Ihren Familienangehörigen klar Ihre Arbeitszeiten im Homeoffice. Hier ist erfahrungsgemäß Geduld gefragt. Geben Sie nicht zu schnell auf und probieren Sie auch verschiedene Modelle aus. Ein Familienrat zum Beispiel hat sich auch in solchen Fragen schon oft bewährt.

  • Multitasking ist nicht nur anstrengend, sondern funktioniert auch nicht und ist auf Dauer ungesund. Verschieben Sie daher Ablenkungen, wie Aufgaben im Haushalt, auf das Arbeitsende.

  • Machen Sie morgens eine Liste mit Dingen, die Sie heute erledigen möchten. So können Sie auch erkennen, wenn Sie sich zu viel vornehmen und Überlastung droht. Notieren Sie abends, was sie geschafft haben und loben Sie sich selbst.

  • Planen Sie auch positive Aspekte, wie Lieblingsbeschäftigungen und Belohnungen ein. Das kann Ihnen helfen, motiviert Ihre Aufgaben zu erledigen.

 

Tipp 3: Kultur des Miteinander pflegen

  • Auch wenn Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen nicht tagtäglich sehen, sollte der Austausch nicht vernachlässigt werden. Sozialer Kontakt ist ein Grundbedürfnis und darüber hinaus hilfreich für die Erledigung eigener und gemeinsamer Aufgaben. Planen Sie jeden Tag auch Zeit für kurze Gespräche ein.

  • Überlegen Sie sich gemeinsam im Team, wie ein regelmäßiger Austausch gestaltet sein kann. Woher bekommen Sie notwendige Informationen und wie können Sie Herausforderungen gemeinsam bewältigen?

  • Denken Sie auch an den informellen Austausch unter Kollegen und mit dem Vorgesetzten. Zum einen ist dieser für die Arbeit zielführend, da dadurch deutlich werden kann, was bei der Arbeit womöglich noch nicht rund läuft, wo etwas unklar ist. o.ä. Zum anderen ist dieser Austausch aktuell insbesondere für Menschen wichtig, die allein leben und außerhalb der Arbeit wenig soziale Kontakte haben. Diesen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auszutauschen ist sehr wichtig und dient letztendlich sogar ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

  • Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe oder Unterstützung zu bitten oder Ihrerseits Hilfe anzubieten. Auch über ein Lob, einen guten Tipp oder ein einfaches „Hallo“ werden sich Ihre Kolleginnen und Kollegen freuen.

 

Tipp 4: Kommunizieren Sie klar Ihre Erreichbarkeitszeiten und halten Sie sich unbedingt daran

  • Lassen Sie sich in diesen akuten Corona-Zeiten nicht davon irritieren, dass Sie Nachrichten, Anrufe und Mails zu ungewöhnlichen Uhrzeiten erhalten. Aktuell gibt es sehr individuell geregelte Arbeitszeiten innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens. Besprechen Sie mit Ihrer Führungskraft und dem Team Zeiten der Erreichbarkeit. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie immer und sofort reagieren müssen.

  • Mailbox: sprechen Sie Ihre Erreichbarkeitszeiten auf Ihre Mailbox / Ihren Anrufbeantworter und informieren Sie gleich dazu, wie lange diese gelten.

  • Abwesenheitsnotiz: Richten Sie eine automatische Standard-Abwesenheitsnotiz in Ihrem E-Mail-Postfach ein, in der Ihre Erreichbarkeitszeiten deutlich werden.

  • Standard-E-Mail-Vorlage: Verfassen Sie eine Standard-E-Mail-Vorlage mit der Sie wichtige Kunden, Geschäftspartner und aktuelle berufliche Kontakte über Ihre Erreichbarkeitszeiten informieren. Schicken Sie diese proaktiv und mit freundlichen Grüßen an alle Personen, mit denen Sie in nächster Zeit Dinge klären müssen.

Broschüre

Erweiterte Erreichbarkeit - Gut gestaltet im Betrieb


Tipp 5: Arbeiten im Homeoffice erfordert ein gutes persönliches Selbstmanagement

  • Haben Sie ein eigenes Bürozimmer? Perfekt! Wenn nicht, dann richten Sie sich eine Büro Ecke ein, in der Ihre Mobilen Endgeräte und Ladekabel für die Dauer der mobilen Arbeit einen festen Platz finden. Auch hier ist Geduld gefragt, wenn sich nicht unmittelbar die beste Lösung findet.

  • Planen Sie jeden Morgen Ihren Arbeitstag und nehmen Sie sich vor, die drei wichtigsten Aufgaben (Tagesziele) ungestört „abzuarbeiten“.

  • Versuchen Sie, Ihren Arbeitsplatz „clean“ zu halten, also frei von Alltagsgegenständen, Geschirr und privaten Unterlagen. Beschränken Sie den Arbeitsplatz auf das wesentlichste. Hier zählt: weniger ist mehr!

  • Machen Sie regelmäßig Pausen und gestalten Sie diese erholsam. Dabei hilft es, den Arbeitsplatz zu verlassen, zu lüften, sich zu bewegen, kleine körperliche Übungen oder Atemübungen einzubauen. Sofern möglich, nutzen Sie längere Pausen für Spaziergänge, um sich zu erholen und neue Energie zu tanken.

Broschüre

relax & work


Tipp 6: Klären Sie wichtige Kommunikationswege, sammeln und priorisieren Sie Ihre Fragen an andere Personen

  • Ihre Führungskraft ist gerade wahrscheinlich besonders belastet. Klären sie mit ihr/ihm, wie Sie in den nächsten Wochen von zuhause aus am besten Fragen stellen sollen, wenn etwas unklar ist. Arbeitet Ihre Führungskraft lieber E-Mail-Anfragen systematisch ab? Oder möchte Ihre Führungskraft lieber angerufen werden? Je klarer dies besprochen ist, desto mehr Missverständnisse und Doppeltkommunikation können verhindert werden.

  • Kontaktieren Sie Ihre Führungskraft nicht immer sofort bei jeder kleinen Einzelfrage. Und schon gar nicht über mehrere Kommunikations-Kanäle gleichzeitig. Legen Sie sich einen Stift und ein Papier an Ihren Arbeitslatz und sammeln Sie alle Punkte, die besprochen werden müssen um diese dann gesammelt zu klären.

  • Geben Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen sowie Ihrer Führungskraft geduldiges Feedback, wenn Ihnen wichtige Informationen fehlen oder bestimmte Abstimmungsprozesse nicht laufen um ideal arbeiten zu können. Für Jede und Jeden ist dies eine Ausnahmesituation, die längerfristig ruhige Abstimmung und Geduld erfordert.



Diese Seite

RSS