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Aktuelles über "Mitdenken 4.0"

Gruppenbild. Aktuelles VBG

Von links nach rechts:
Carsten Rogge-Strang (AGV Banken)
Dr. Andreas Weber (VBG)
Dr. Michael Gold (AGV Versicherungen)
Dr. Susanne Roscher (VBG)
Gabriele Platscher (ver.di).
Karl-Heinz Brandl (ver.di)
Prof. Bernd Petri (VBG)
Norbert Breutmann (BDA)

Nicht im Bild:
Birgit Ganz (ver.di)

Präventionsprojekt entwickelt Praxishilfen auf Grundlage aktueller Forschung

Noch herrscht in vielen Unternehmen Unsicherheit darüber, wie sie auf die vielfältigen Veränderungen der Arbeitswelt reagieren sollen. Die gesetzliche Unfallversicherung VBG hat deshalb die Initiative „Mitdenken 4.0 – Neue Präventionsansätze für Arbeitsprozesse in der Büro- und Wissensarbeit“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Unternehmen auf Basis aktueller Forschungsergebnisse Handlungshilfen für die betriebliche Praxis bereitzustellen. Dabei sollen Branchen mit besonders hohem Anteil an Büro- und Wissensarbeit in die Projektarbeit einbezogen werden.

Mit an Bord sind gewichtige Partner der Sozialpolitik: die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) und der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV Versicherungen).

Ihre Motivation an dieser Initiative der VBG mitzuwirken und die Bedeutung von moderner Arbeitsgestaltung schildern die Beteiligten in den folgenden Videoclips.


Statements des "Mitdenken 4.0"-Projektteams

Warum hat die VBG die Initiative „Mitdenken 4.0“ ins Leben gerufen und weshalb beteiligen sich die Sozialpartner daran? Diese Fragen beantworten die Beteiligten des Projekts in sechs prägnanten Videostatements. Sie machen deutlich: „Mitdenken 4.0“ bietet praktikable und wissenschaftlich fundierte Lösungen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der neuen Arbeitswelt.

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Auch bei Veranstaltungen der VBG wird Mitdenken 4.0 thematisiert und Teilnehmende bekommen die Gelegenheit, sich mit den Partnern aus der Sozialpolitik austauschen und interessante Vorträge hören. So war die VBG-Initiative beispielsweise das Schwerpunktthema beim 2. Forum Finanzdienstleister am 5. Juni 2018 im Erlwein-Capitol in Dresden.

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Gesundheit und Motivation erhalten

Alle Projektpartner verfolgen das gemeinsame Ziel, die Gesundheit und Motivation der Beschäftigten unter den sich wandelnden Bedingungen der digitalen Arbeitswelt zu erhalten und dabei gleichzeitig den individuellen betrieblichen Bedürfnissen und Notwendigkeiten Rechnung zu tragen.


Digitalisierung: Arbeitswelt im Wandel

Im Mittelpunkt stehen dabei die Arbeitsbedingungen im Bereich der Büro- und Wissensarbeit. Anders als in der Industrie, wo sich die Auswirkungen der Digitalisierung derzeit gerade erst abzeichnen, verändern sich hier die Arbeitsprozesse und Tätigkeitsprofile bereits seit Jahren mit zunehmender Dynamik. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. Arbeitsorganisation, Führungs- und Teamqualität sowie individuelles Handeln rücken dabei verstärkt in den Fokus.


Beratung, Information und Qualifizierung

Vor diesem Hintergrund bieten die Projektpartner der Initiative „Mitdenken 4.0“ seit Frühjahr 2018 gemeinsam Beratungs-, Informations- und Qualifizierungsmaßnahmen an, die als Unterstützungsangebote und Handlungshilfen für die betriebliche Praxis dienen.


Als Themenschwerpunkte hat die VBG

  • indirekte Steuerung/Führen durch Ziele,
  • Erreichbarkeit,
  • agiles Arbeiten und
  • permanente Change-Prozesse

identifiziert.


Indirekte Steuerung/Führen durch Ziele

Indirekte Steuerung bezeichnet betriebliche Führung, die sich auf das Erreichen der gesetzten Ziele und Kennzahlen konzentriert. Hierfür übertragen Führungskräfte im Unternehmen stärker als bisher Verantwortung auf ihre Beschäftigten. Die VBG hat hierzu im Jahr 2016 gemeinsam mit der FH Nordwestschweiz ein Forschungsprojekt abgeschlossen. Die Ergebnisse flossen in den Handlungsleitfaden Führen durch Ziele, der im Februar 2018 erschien.


Erreichbarkeit

Die erweiterte Erreichbarkeit ist Gegenstand eines weiteren Forschungsprojekts in Kooperation mit der Medical School Hamburg. Das Projekt startete im Frühjahr 2017. Im Mittelpunkt steht die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien, die in der Arbeitswelt inzwischen allgegenwärtig sind. An dem Projekt können sich Unternehmen beteiligen, die die Vorteile der Erreichbarkeit ausschöpfen, gleichzeitig aber auch die belastenden Faktoren für die betroffenen Beschäftigten minimieren wollen. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden ebenfalls in einen Handlungsleitfaden einfließen. Das Projekt läuft bis Ende 2018.


Agiles Arbeiten

Agiles Arbeiten ermöglicht es, Bedingungen in der digitalen Arbeitswelt besser zu meistern, indem Prozesse, Produkte und Leistungen in kurzen Zyklen geplant und umgesetzt werden. Auf diese Weise können sukzessive Teilergebnisse eines Endprodukts erreicht werden. Die Arbeitsmethode ist Thema eines neuen Forschungsprojekts, das die gesundheitsförderlichen und -beeinträchtigenden Faktoren bei der Einführung und Ausgestaltung untersucht. Ziel ist es ein Tool zu entwickeln, mit dem das Arbeiten in agilen Teams analysiert und gestaltet werden kann. Der Projektstart ist für Mitte 2019 geplant.


Prävention in permanenten Change-Prozessen

Die ständige Veränderung von Geschäftsmodellen und Arbeitsprozessen ist in einigen Branchen bereits Realität. Es ist absehbar, dass im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung weitere Wirtschaftsbereiche hinzukommen werden. Die VBG stellt deshalb Vorüberlegungen zu einem weiteren Projekt an, in dem die Auswirkungen permanenter Change-Prozesse empirisch untersucht und daraus ebenfalls Handlungshilfen für die Betriebe abgeleitet werden sollen.

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