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Sicherheitsstufen von Gehegen

Tierpflegepersonal entnimmt Urinprobe beim Elefanten

Wildtierhaltung: Maßnahmen und Kontrollen vor Betreten und Verlassen eines Geheges Sicherheitsstufen I, II und III

Die Anforderungen der jeweiligen Sicherheitsstufen sind entscheidende Kriterien, die es bei der Planung und Gestaltung von Gehegen zur Haltung gefährlicher und besonders gefährlicher Tiere zu beachten gilt. (DGUV Regel 114-001, Kapitel 3.6) So dürfen beispielsweise Gehege- und Schleusentüren nur gegenseitig verriegelt betrieben werden und müssen gegen Tierausbruch doppelt gesichert sein. Zudem ist eine Sicherung gegen unbefugte Betätigung erforderlich.

Besonders hohe Sicherheitsanforderungen gelten für Gehege der Sicherheitsstufe III. Diese sind stets mit einer Schleuse versehen, die ein Entweichen der Tiere aus dem Gehegekomplex verhindern soll. Der Schleusenbereich (Bediengang) ist vor dem Betreten durch die äußere Schleusentür (Gittertür) komplett einsehbar. Dies ermöglicht dem Tierpflegepersonal ein sicheres Betreten. Grundsätzlich gilt für Komplexe der Sicherheitsstufe III: Alle Gehege- und Schleusentüren müssen nach innen aufschlagen.

Sicherung gegen Öffnen durch Tiere und Unbefugte

Gehegetüren, Schleusentüren und Schieber müssen durch zwei voneinander unabhängige Einrichtungen gesichert werden können. Planen und gestalten Sie diese so, dass sie gegen das Öffnen durch Un­befugte gesichert sind – zum Beispiel durch ein Vorhängeschloss oder die Anbringung in einem für Unbefugte unzugänglichen Bereich. Schieberregler dürfen nicht Personen außerhalb des Geheges zugängig sein. Nur so wird eine unbeabsichtigte Betätigung ausgeschlossen. Das Öffnen von Sonderzugängen, wie etwa Lkw-Toren, soll nur mit Werkzeug oder speziellen Schlüsseln möglich sein. Diese sind unter Verschluss zu halten.

Sicherheitsmaßnahmen in Terrarien und Aquarien

Terrarien, die mit besonders gefährlichen Tieren – wie Giftschlangen, großen Echsen oder Krokodilen – besetzt sind, erfordern eine Möglichkeit der Trennung von Beschäftigten und Tier. Eine bewährte Lösung dafür sind andockbare Schlupfkästen. Unabhängig davon sollten der Betrieb und die Wartung der technischen Einrichtungen (UV-Lampen, Filter, Heizungsregler usw.) von außerhalb möglich sein. Achten Sie außerdem darauf, Bedienöffnungen und Türen des Terrariums so anzulegen, dass keine Tiere entweichen können.

Auch in Aquarien, in denen sich besonders gefährliche Tiere aufhalten, muss die Möglichkeit zur Trennung von Mensch und Tier gegeben sein. Häufig werden zu diesem Zweck Zusatzbecken am Hauptbecken angebracht.

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