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Betreuung organisieren und für Notfälle vorsorgen

Alarmpläne für Notfälle: Feuer, Tierausbruch, Giftschlangenbiss

Plakat, Aushang, Aufkleber

Wildtierhaltung: Alarmplan "Feuer"

So stellen Sie sich auf mögliche Ausnahmesituationen ein

Betreuung und Beratung zu Sicherheit und Arbeitsschutz

Stellen Sie für Ihren Tierpark oder Zoo eine betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung sicher. Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten müssen außerdem Sicherheitsbeauftragte schriftlich bestellen. Deren Aufgabe ist es, die Sicherheit und Gesundheit in der Wildtierhaltung zu fördern sowie das Reviertierpflegepersonal und andere Verantwortliche diesbezüglich zu beraten. Zu diesem Zweck erhalten sie eine spezielle Ausbildung. Nach erfolgter Qualifizierung, sind die Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten festzulegen. Dazu gehören beispielsweise die Information der Leitung über Mängel (und Vorschläge zur Beseitigung) sowie der Verantwortlichen über Probleme im Arbeitsablauf.

Gehören Ihrer Einrichtung mehr als 20 Angestellte an, richten Sie einen Arbeitsschutzausschuss ein, an dem die folgenden Personen und Gruppen beteiligt sein sollten:

  • die Fachkraft für Arbeitssicherheit,
  • die Betriebsärztin beziehungsweise der Betriebsarzt,
  • die Sicherheitsbeauftragten,
  • der Betriebs- und Personalrat.

Der Arbeitsschutzausschuss kommt regelmäßig (empfohlen wird vierteljährlich) zusammen, um gemeinsam Aspekte der Arbeitssicherheit und Gesundheit im Unternehmen zu erörtern.

Ermitteln Sie in Zusammenarbeit mit der Betriebsärztin beziehungsweise dem Betriebsarzt, welche arbeitsmedizinische Vorsorge zu veranlassen ist. Ziehen Sie den Rat Ihrer Veterinäre und Veterinärinnen hinzu, um Gesundheitsgefahren zu untersuchen und informieren Sie Ihre Beschäftigten über die arbeitsmedizinische Vorsorge.

Erste Hilfe in Zoos und Tierparks

Indem Sie Ersthelferinnen und Ersthelfer benennen, sorgen Sie dafür, dass im Ernstfall Erste Hilfe geleistet werden kann. Stellen Sie hierzu das notwendige Material bereit. Um Ihre Aufgaben erfüllen zu können, müssen Ersthelferinnen und Ersthelfer entsprechend aus- und fortgebildet sein.

In der Wildtierhaltung sind in diesem Zusammenhang insbesondere Verletzungen zu berücksichtigen, die aus besonderen Gefährdungen wie zum Beispiel Taucharbeiten oder Einwirkung von Tiergiften resultieren. Ersthelferinnen und Ersthelfer in Zoos müssen über die zusätzlichen Kenntnisse zur Erstversorgung solcher speziellen Verletzungen verfügen.

Beachten Sie, dass die Erste Hilfe in Ihrer Einrichtung stets durch die vorgeschriebene Mindestanzahl an ausgebildeten Angestellten sichergestellt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, lassen Sie weitere Beschäftigte ausbilden. Klären Sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber auf, wie sie sich bei scheinbar harmlosen Verletzungen durch Tiere zu verhalten haben. Dies können Bisse, Kratzer und Schürfwunden sein.

Hinweise zum Brandschutz und zu Fluchtwegen

Zum effektiven Brandschutz gehören die Kennzeichnung aller Brandschutzeinrichtungen sowie der Aushang entsprechender Informationen. Um den Brandschutz in Ihrem Tierpark zu gewährlisten, müssen Sie Brandschutzhelferinnen oder Brandschutzhelfer benennen, die fachkundig unterwiesen worden sind. Diese verfügen nicht nur über Kenntnisse der betrieblichen Brandschutzorganisation, sondern sind auch im Umgang Feuerlöschern geschult. Stellen Sie für Brandfälle eine ausreichende Anzahl funktionsfähiger Feuerlöscher bereit.

Alle Fluchtwege und Notausgänge sind durch Beschilderung/Beleuchtung zu kennzeichnen und stets freizuhalten. Erstellen Sie – falls erforderlich – Flucht- und Rettungspläne und hängen Sie diese aus. Regeln Sie den Betrieb von Aufzügen in Notfällen beispielsweise durch Hinweisschilder „Aufzug im Brandfall nicht benutzen“ und stellen Sie einen Plan auf, um Personen im Gefahrfall aus dem Fahrstuhl zu befreien. Auch für die Evakuierung von Menschen mit Behinderung ist ein spezieller Notfallplan zu erstellen.

Verhalten in Notfällen

Ein Alarmplan regelt die Schutzmaßnahmen in einem Notfall und kann Leben retten. Stellen Sie deshalb Alarmpläne auf, insbesondere für

  • das Verhalten bei Bränden
  • das Einfangen freigekommener Tiere
  • die Einwirkung von Tiergiften
  • die Durchführung von Bergungsarbeiten bei Unfällen
  • die Behebung von Fahrzeugdefekten in Durchfahrgehegen.

Stimmen Sie diese anschließend mit Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ab. Aber auch zur Schadensminimierung bei außerordentlichen Ereignissen (etwa Überschwemmungen, Stromausfällen usw.) sollten Sie betriebliche Sicherheits- und Notfallmaßnahmen festlegen.

Um im Alarmfall Beschäftigte und Gäste sofort informieren zu können, lassen Sie Einrichtungen wie Lautsprecheranlagen und Sicherheitsleitsysteme installieren. Ferner müssen verantwortliche Personen bestimmt werden, die im Notfall jederzeit erreichbar sind. Üben Sie die Umsetzung der Alarmpläne regelmäßig und beziehen Sie möglichst Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei mit ein.

Sie möchten sicherstellen, dass Beschäftigte und Gäste im Notfall betroffene Bereiche schnellstmöglich verlassen können? Dann treffen Sie ausreichende Vorbereitungen zur Räumung der gesamten Einrichtung oder einzelner Sektionen. Erstellen Sie außerdem einen Räumungsplan, der die wesentlichen Maßnahmen der Räumung regelt und bestimmen Sie eine verantwortliche Einsatzleitung für die Evakuierung. Wenn Sie gewährleisten möchten, dass alle Beschäftigten wissen, was im Falle einer Evakuierung zu tun ist, proben Sie diese in regelmäßigen Abständen.

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