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Führung und Organisation der Beschäftigten

Zoo-Beschäftigte bei einer Besprechung

Broschüre

Gesund und erfolgreich führen

Arbeitssicherheit gezielt angehen

Für Sie als Leitung eines Zoos sollte die sichere und gesundheitsgerechte Arbeit Ihrer Beschäftigten ein wichtiges Ziel sein. Festgesetzte Verhaltensregeln, wie zum Beispiel Leitlinien und -bilder, helfen Ihnen dabei, dieses Ziel zu erreichen. Ferner können Sie Ihre Angestellten dazu motivieren, indem Sie in Teamsitzungen die entsprechenden Maßnahmen besprechen und gemeinsam Zielvereinbarungen beschließen.

So gewährleisten Sie eine präventive Arbeitsgestaltung

Legen Sie die Weisungs- und Entscheidungsbefugnisse sowie die Arbeitsaufgaben Ihrer Führungskräfte und Ihrer Beschäftigten – zum Beispiel in Arbeitsverträgen oder Stellenbeschreibungen – eindeutig fest. Übertragen Sie die Pflichten zur Erfüllung der Aufgaben im Arbeitsschutz nur an geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in schriftlicher Form.

Zur präventiven Arbeitsgestaltung sind die folgenden Maßnahmen ratsam.

Führungskräfte sollten:

  • Beschäftigte über sicherheitsgerechtes Verhalten unterweisen
  • Aufsicht über die Beschäftigten in ihrem Verantwortungsbereich führen
  • Anweisungen zur Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) geben und Beschäftigte zu deren Nutzung verpflichten
  • sich an Lösungen bei auftretenden Problemen in der Tierpflege und anderen Arbeitsbereichen beteiligen.

Beschäftigte sollten:

  • Betriebsanweisungen lesen und befolgen
  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA) benutzen
  • sich ebenfalls aktiv an der Lösung von Proble­men in der Tierpflege und anderen Arbeitsbereichen beteiligen.

Mängel an Arbeitsmitteln, Einrichtungen, Räumen und Gehe­gen stellen häufig Gefahren dar und führen schlimmstenfalls zu Verletzungen und Unfällen. Deshalb ist es wichtig, diese sofort zu melden, falls möglich selbst zu beseitigen oder deren Instandsetzung zu veranlassen. Ist diese nicht sofort durchführbar, dürfen mangelhafte Arbeitsmittel, Einrichtungen, Räume und Gehege nicht genutzt werden.

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA genannt) schützt Ihre Belegschaft vor möglichen Gefahren am Arbeitsplatz. Sie muss für die jeweiligen Tätigkeitsbereiche festgelegt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Bieten Sie Ihren Beschäftigten darüber hinaus zum Schutz vor UV-Strahlung, Kälte oder Nässe entsprechende Kleidung wie Kopfbedeckung und Wetterschutzanzüge an.   

Dokumentieren Sie alle Prozesse des Arbeitsschutzes, wie Pflichtübertragungen, durchgeführte Unterweisungen und Prüfungen sowie Alarmpläne stets schriftlich.

Verhaltensregeln für den Personaleinsatz

Wenn es um Arbeitssicherheit und vorausschauende Arbeitsgestaltung geht, sind die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder häufig mit bestimmten Verantwortungen verbunden. So sind beispielsweise Aufsichtführende (oder eine von ihnen bestellte Aufsicht führende Person) dazu verpflichtet, während der Arbeit in Bereichen mit gefährlichen oder besonders gefährlichen Tieren im Be­trieb anwesend zu sein. Auch die Überwachung von Arbeiten und die Kontrolle einer sicheren Ausführung zählen zu ihren Aufgaben.

Tierpflegepersonal sollte nicht nur ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen in der Tierpflege haben, sondern auch die mit der Tätigkeit verbundenen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen kennen. Wer Hilfskräfte, Praktikantinnen und Praktikanten in einem Zoo beschäftigt, muss diese unterweisen, beaufsichtigen und mit Persönlicher Schutzausrüstung ausstatten. Beim Arbeiten mit Gifttieren, dürfen nur Personen eingesetzt werden, die als Ersthelferin beziehungsweise Ersthelfer ausgebildet und für die Erstversorgung nach Gifteinwirkung unterwiesen sind.

Auch bei der Beschäftigung von Fremdfirmen und Zeitarbeitskräften in Tierparks gibt es einiges zu beachten:

  • Legen Sie zuvor auf Grund­lage der Gefährdungsbeurteilung entsprechende Schutzmaßnahmen fest.
  • Setzen Sie eine Person zur Koordination ein, wenn es zu gegenseitigen Gefährdun­gen kommen kann.
  • Legen Sie fest, wer die Einhaltung der Arbeitsschutz­maßnahmen verantwortlich überprüft.
  • Schließen Sie bei der Zusammenarbeit mit Zeitarbeits­unternehmen einen Arbeitnehmerüber-lassungsvertrag mit Arbeitsschutzvereinbarung ab, in dem die Besonder­heiten des Einsatzes vereinbart sind.

Werdende und stillende Mütter unterliegen Beschäftigungsbeschränkungen, zum Beispiel Lastbegrenzung beim Heben und Tragen. Diese sind zwingend zu befolgen.

Was Sie beim Anschaffen von Arbeitsmitteln und -stoffen berücksichtigen sollten

Bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln sind nicht allein die Kosten, sondern auch Aspekte wie Qualität und Sicherheit ausschlaggebende Kriterien. Daher empfiehlt es sich, beispielsweise Maschinen, Werkzeuge und technische Anlagen zu nutzen, die mit einem Qualitätssiegel (etwa CE-Kennzeichen, GS- oder VDE-Zeichen) versehen sind. Auf diese Weise gewährleisten Sie eine langfristige Wirtschaftlichkeit Ihrer Ausrüstung. Verwenden Sie möglichst emissionsarme Arbeitsmittel, um Lärm und Vibrationen zu vermeiden. Berücksichtigen Sie außerdem die Erfahrungen Ihrer Führungskräfte und Beschäftigten sowie die Kenntnisse der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Betriebsärztinnen und -ärzte, wenn Sie etwas Neues anschaffen möchten.  

Alltägliche Gebrauchsgegenstände – zum Beispiel Schaufeln, Besen und Werkzeugsätze – sollten stets in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Dies gilt ebenfalls für die Persönliche Schutzausrüstung Ihrer Angestellten, zu der unter anderem Schutzhelme und -handschuhe, Sicherheitsschuhe sowie Augen-, Gehör- und Atemschutz zählen. Bei Tierfanggeräten ist auf eine geeignete Ausführung zu achten. Tiertransport-Behälter müssen so beschaffen sein, dass beim Be- und Entladen weder für Beschäftigte noch für Tiere eine Gefährdung besteht.

Grenzen Sie die Verwendung von Gefahrstoffen möglichst ein. So können Sie etwa anstelle von lösungsmittelhaltigen Lacken Produkte auf Wasserbasis anschaffen. Ist eine Verwendung von gefährlichen Stoffen unumgänglich, müssen Sie die entsprechenden Gefährdungen ermitteln und die erforderlichen Schutzmaßnahmen festlegen. Legen Sie außerdem ein Verzeichnis aller genutzten Gefahrstoffe an und stellen Sie die betreffenden Sicherheitsdatenblätter bereit.

Die Auswahl von Dienstleistern und Subunternehmern hat im Idealfall nach den Kriterien der sicheren, gesundheitsgerechten und qua­litätsorientierten Leistungserbringung zu erfolgen. Managementsysteme (etwa AMS der VBG), Auszeichnungen und Zertifikate sind bezeichnende Indikatoren dafür.

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