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Fahrzeuge, Fahrerarbeitsplätze

Grafik: Busfahrer-Arbeitsplatz mit eingezeichneter optimaler Körperhaltung.

Die Fahrzeuge der Verkehrsunternehmen sind für die Beschäftigten sowohl Arbeitsmittel als auch Arbeitsgegenstand. Arbeitsmittel sind sie bei ihrem eigentlichen Einsatzzweck – der Beförderung von Gütern oder Personen und den zugehörigen Rangiertätigkeiten. Arbeitsgegenstand sind sie bei allen Tätigkeiten am Fahrzeug, die dazu dienen, den betriebsfähigen Zustand zu erhalten.

Um Unfall- und Gesundheitsgefahren zu vermeiden, sind sowohl Komponenten am Fahrzeug, auf die Beschäftigte Zugriff haben sicherheitsgerecht und ergonomisch zu gestalten, als auch Fahrzeug und vorhandene Infrastruktur, zum Beispiel in Werkstätten, aufeinander abzustimmen. Für die tägliche Wartung der Fahrzeuge ist es zum Beispiel notwendig, dass zu wartende Teilkomponenten leicht zugänglich sind, Füllstände einfach überprüft werden können und die Zugänge keine Gefahrstellen aufweisen.

Bei Schienenfahrzeugen müssen Beschäftigte häufig von der Gleisebene aus auf das Fahrzeug zugreifen. Für diese Fälle sind pragmatische Lösungen gefordert, denn nicht überall sind Bahnsteige oder Laufstege vorhanden.
In Lastenheften für die Beschaffung und Ertüchtigung von Fahrzeugen sind Aspekte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes zu berücksichtigen. Ausführliche Checklisten liegen zurzeit für Eisenbahnfahrzeuge vor. Für andere Fahrzeuggattungen sind sie in Vorbereitung. Präventionsexperten der VBG können die Unternehmen bei der Fahrzeugbeschaffung sachkundig beraten.

Besonderes Augenmerk gilt dem Fahrerarbeitsplatz, denn hier verbringt das Fahrpersonal den größten Teil seiner Arbeitszeit. Der Fahrersitz muss eine sinnvolle Anzahl und ein gut nutzbares Ausmaß von Verstellmöglichkeiten aufweisen, um Fahrerinnen und Fahrern unterschiedlichster Körpergröße und Statur ergonomisch gerecht werden zu können. Aus der Sitzposition heraus muss das Fahrpersonal gut auf das Umfeld und die Anzeigen sehen sowie wichtige Stellelemente gut erreichen können. Die VBG empfiehlt Sitze mit Memory- (Speicher-) Funktion: so ist es möglich, auch bei schnellem Fahrzeug- bzw. Fahrerwechsel die für die Fahrerin oder den Fahrer optimierte Sitzeinstellung automatisch einzurichten.

Für eine angenehme Arbeitsumgebung im Temperaturbereich „Thermische Behaglichkeit“ ist eine wirksame, zugfreie Heizung und Lüftung sowie - bei hohen Außentemperaturen - Kühlung geordert.
Geeignete betriebsspezifische Lösungen sind bei den Einrichtungen zur Fahrgastbetreuung (zum Beispiel Kasse, Fahrausweisdrucker) sowie gegebenenfalls zum Schutz vor Übergriffen umzusetzen. Gestaltungsleitlinien für den Fahrerarbeitsplatz in Schienenfahrzeugen sowohl nach EBO als auch nach BOStrab finden Sie in der Normenreihe DIN 5566-1 bis -3 sowie künftig in der Europäischen Normenreihe EN 16186-x (zur Zeit im Entwurfsstadium). Maßstäbe für einen ergonomisch gestalteten Fahrerarbeitsplatz im Stadtlinienbus setzt nach wie vor die VDV-Schrift 234.

Weiterführende Links:

Broschüre

Lärmschutz für Triebfahrzeug- und Lokrangierführer