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Informieren und Einbinden von Fremdfirmen

Ein Mann übergibt einem anderen den Schutzhelm

Nicht alle Arbeiten können in einem Unternehmen sinnvoll von eigenen Beschäftigten ausgeführt werden. Dadurch kommt es zur Zusammenarbeit mit unternehmens- und oftmals branchenfremden externen Firmen. Um dabei Gefährdungen von deren und den eigenen Beschäftigten zu verhindern, ist eine verlässliche Kommunikation wichtig. Diese sollte bereits im Vorfeld erfolgen und institutionalisiert werden.

So sollte das Unternehmen vorgeben, wie die Auswahl, Einsatzplanung, Vertragsgestaltung und der Einsatz von Fremdfirmen und Zeitarbeitnehmern erfolgen soll, um den Arbeitsschutz durchgängig sicher zu stellen, zum Beispiel:

  • Es sind Regelungen für die Zuständigkeiten und Vorgehensweisen beim Fremdfirmeneinsatz vorhanden.
  • Bei der Auswahl von Fremdfirmen werden arbeitsschutzrelevante Kriterien berücksichtigt und in den Verträgen mit den Fremdfirmen festgeschrieben.
  • Organisatorische Regelungen zur Koordination, Aufsicht und Kontrolle werden getroffen, wenn mit besonderen Gefahren oder einer möglichen gegenseitigen Gefährdung durch die Tätigkeit von Fremdfirmen im Betrieb zu rechnen ist.
  • Für den Einsatz von Zeitarbeitnehmern werden die jeweiligen Einsatzbedingungen sowie die Anforderungen für einen sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz mit dem Verleiher abgeklärt (z.B. körperliche Anforderungen, Umgebungseinwirkungen, persönliche Schutzausrüstungen, arbeitsmedizinische Vorsorge).
  • Arbeitnehmerüberlassungsverträge enthalten eine Arbeitsschutzvereinbarung, in der die Aspekte von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit geregelt sind.

So sollte es zum Beispiel Regeln für das Verhalten auf dem Betriebsgelände oder auf/an Gleisen geben, die dem Verantwortlichen des externen Unternehmens vor Beginn der Arbeiten mitgeteilt werden. Auch sollte geklärt sein, welches Unternehmen bei Erfüllung einer gemeinsamen Tätigkeit für welche Arbeitsschritte verantwortlich ist.

Arbeitsschutzrelevante Kriterien sind bereits bei der Auswahl von Fremdfirmen zu berücksichtigen und sollten vertraglich fixiert sein. Bei komplexen Tätigkeiten ist ein Koordinator beziehungsweise eine Koordinatorin zu bestimmen, die sich um die Abstimmung im Bereich Arbeitsschutz kümmert, mit dem Ziel, die gegenseitige Gefährdung zu verhindern oder zu minimieren.

Ein typisches branchenspezifisches Beispiel ist die Zusammenarbeit mit externen Sicherungsdiensten bei Arbeiten im Bereich von Gleisen.

Weiterführende Links

  • Für Führungskräfte und Koordinatoren:
      • VBG-Fachwissen „Sicheres Verhalten betriebsfremder Personen im Gleisbereich von Straßenbahnen“ (BGI 840)
      • VBG-Fachwissen „Sicheres Verhalten betriebsfremder Personen im Gleisbereich von Eisenbahnen“ (BGI 834)
      • VBG-Fachwissen, warnkreuz SPEZIAL Nr.1: „ Arbeiten im Bereich von Gleisen: Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten an der Infrastruktur bei Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE) im Geltungsbereich von EBO, ESBO, BOA/EBOA“
      • VBG-Fachwissen, warnkreuz SPEZIAL Nr.4: Arbeiten im Bereich von Gleisen: Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten an der Infrastruktur von Bahnen im Geltungsbereich der BOStrab
      • VBG-Fachwissen, warnkreuz SPEZIAL Nr. 27: „Gefährdungen und Arbeitsschutzmaßnahmen: Vegetationsarbeiten im Gleisbereich:
      • VBG-Organisationshilfe „Bestellung des Koordinators/der Koordinatorin“